Das Anti-Monument
Bureau haben am Genfersee einen Leuchtturm gebaut, der mit den Themen Transparenz und Öffentlichkeit spielt. Für den Phare Ylliam erhalten sie den Hasen in Bronze.
An jener Uferpromenade des Genfer Stadtstrands, die 2020 einen silbernen Hasen erhielt, steht der Phare Ylliam als einer der wenigen funktionsfähigen Leuchttürme der Schweiz. Zwischen den Masten unzähliger Segelboote des Yachtclubs Société Nautique de Genève ist er fast nicht zu sehen. Vielleicht liegts am trüben Oktobertag. Doch sollte ein Leuchtturm nicht gerade bei schlechtem Wetter und aus der Ferne ins Auge stechen?
Phare Ylliam, 2025
Quai de Cologny, 1, Cologny GE
Architektur und Bauleitung: Bureau, Genf und Lissabon
Bauherrschaft: Société Nautique de Genève
Auftragsart: Offener Projektwettbewerb, 2022
Bauingenieure: Schnetzer Puskas, Basel
Gesamtkosten: Fr. 1,8 Mio.
Bureau ist ein Projekt von Daniel Zamarbide (53), Galliane Zamarbide (44) und Carine Pimenta (39), das Aktivitäten aus den Bereichen Architektur, Design, Forschung und Szenografie vereint. 2019 gewann es den Swiss Design Award, 2022 war es für den Mies van der Rohe Award nominiert. Nebst Jurytätigkeiten engagiert sich Bureau auch im Rahmen von Gastprofessuren, beispielsweise an der EPFL in Lausanne, an der Laval University in Kanada oder an der HEAD in Genf.