Aus dem Jenseits ins Jetzt

Mit ihrer Recherche zu KI, Tod und Trauer stösst Hanieh Rashid eine wichtige Auseinandersetzung an und gewinnt damit den bronzenen Hasen in Design.

Text: Susanna Koeberle
Fotos: Sylvain Leurent
08.12.2025 14:00

Wir gehen dem Tod gerne aus dem Weg, obwohl wir wissen, dass unser Leben endlich ist. Auch der gemeinschaftliche Umgang mit Trauer ist oft schwierig, ist Sterben heutzutage doch weitgehend Privatsache. In der westlichen Gesellschaft fehlen öffentliche Rituale und Symbole für Tod und Trauer. Wie und wie lange wir trauern, wenn wir von einem geliebten Menschen Abschied nehmen müssen, ist individuell. Dennoch ist unsere Trauer gesellschaftlichen Regeln unterworfen.

Hanieh Rashid
Die multidisziplinäre Designerin (37) mit einer Leidenschaft für Handwerkskunst und neue Technologien hat Industriedesign an der ECAL sowie Medien- und Interaktionsdesign an der HEAD in Genf studiert. Sie arbeitet hauptsächlich im Bereich Produktdesign und war schon immer fasziniert davon, wie neue Technologien verschiedene Aspekte unseres Lebens beeinflussen. Zurzeit entwickelt sie einen KI-gestützten Audioguide für Museen.

Spekulatives Objekt und Film ‹Eternal Us›, 2024
Masterarbeit HEAD, Genf
Recherche, Objekt, Film: Hanieh Rashid, Lausanne
Projektbeteiligte: William Ouy-Lim Do; Diego Friedli
Material Objekt: Holz, Kunstharz

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