Transparenz statt Schönfärberei
‹Ocean Plastic› klingt gut, doch was bedeutet es? Wenn schwammige Begriffe das Potenzial eines Materials überhöhen, schaden sie mehr, als dass sie nützen.
Als Adidas 2015 den ‹Ultra Boost› lancierte, schien die Welt ein Stückchen besser zu werden. In ihm steckten Plastikabfälle aus dem Meer, rezykliertes Polyamid und aus dem Meer geborgene Fischernetze, so Adidas. Der Turnschuh glich einem Versprechen: Wir können den Schlamassel lösen, den wir angerichtet haben. Und zwar, indem wir Dreck in strahlende neue Produkte verwandeln. Die Präsentation des limitierten Modells war gleichzeitig Debüt eines Begriffs: ‹Ocean Plastic›. Wer ihn erfunden hat, ist unklar. Fest steht: Adidas hat ihn gross gemacht.
