Der Autor erforschte jahrelang das Firmenarchiv. Nur durch Zufall blieb es nach dem Untergang der Therma erhalten.
Der Autor erforschte jahrelang das Firmenarchiv. Nur durch Zufall blieb es nach dem Untergang der Therma erhalten.

Glarner Pionierin

Die Publikation ‹Therma – Schweizer Elektrogeräte-Pionier 1904–1978› zeigt, wie aus der Firma im Glarner Gebirge einen Konzern mit 2000 Arbeiter*innen, Ingenieur*innen und Buchhalter*innen wurde.

Text: Köbi Gantenbein
Fotos: Guillaume Musset
25.04.2026 08:00

Thermas Öfeli, Boiler, Kochherde, Küchenkombinationen, Tee- und Kaffeekocher, die Toaster und Eierheizer, aber auch Grossküchen und Tiefkühlmonster sind eine Folie der Schweizer Alltagsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Claude Lichtenstein, der Doyen der Designgeschichte in der Schweiz, legt nach vier Jahren Forschung einen informierten, elegant geschriebenen Text dazu vor, was zwischen 1904 und 1978 im Glarnerland geschah, bereichert mit grosser Bilderpracht: Produktfotografie und -inszenierung, Messestände, Prospekte, Zeichnungen, Sozialbilder – alle im Geist ihrer Zeit, sodass das Buch eine spannende visuelle Geschichte aufführt.

In den 1930er-Jahren entwickelte die Therma erstmals eine eigenständige Designsprache.

Es gebe im Schweizer Apparatebau kein zweites Unternehmen mit vergleichbarer Bedeutung, so der Experte der Designgeschichte.

Publikation ‹Therma – Schweizer Elektrogeräte-Pionier 1904–1978›, 2025
Autor*in: Claude Lichtenstein, Zürich
Herausgeber: Gukum, Schwanden
Verlag: Lars Müller Publishers
Design: Dimitri Bruni, Norm, Zürich
Preis: Fr. 45.— 
Bestellen bei Hochparterre Bücher