Gewerbemuseum 1/3: «Wieviel Reibung braucht Design?»
Annette Douglas ist Teil der Ausstellung ‹The Bigger Picture: Design – Frauen – Gesellschaft› im Gewerbemuseum. Welche Designerinnen ihr Schaffen geprägt haben, erzählt die Textildesignerin im Interview.
Was bedeutet es Ihnen, Teil dieser Ausstellung zu sein?
Annette Douglas: Die Einladung hat mich gefreut. Ich schätze das Konzept, das ein Rahmenprogramm für den inhaltlichen Diskurs bereithält. Interessant ist auch die Idee, dass sich Ausstellung des Vitra Design Museum während ihrer Reise weiterentwickelt: Die einzelnen Standorte erweitern die Schau mit lokalen oder eigenen Elementen. Auch als Besucherin gefällt mir ‹The Bigger Picture›. Vor allem unter den «Pionierinnen der Moderne 1920-1950» sind einige grossartige Arbeiten.
Annette Douglas Textil:
Schon Urgrossvater, Grossvater und Vater von Annette Douglas (*1971) waren in der Textilbranche tätig. Die Textildesignerin hat in Basel studiert und führt seit 1999 ihr eigenes Unternehmen im aargauischen Wettingen. Es deckt ein breites Spektrum zwischen Design und Engineering ab, das an der Schnittstelle zwischen Gestaltung, Forschung, Innovation und Fertigungstechnologie angesiedelt ist. 2009 initiierte Douglas in Zusammenarbeit mit der Empa und der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) ein entsprechendes Forschungsprojekt, 2011 brachte sie die erste transparente, schallabsorbierende Akustikstoffkollektion auf den Markt. Sie wurde mit dem Designpreis Schweiz ausgezeichnet.
Ausstellung ‹The Bigger Picture: Design – Frauen – Gesellschaft›, Gewerbemuseum Winterthur, bis 14. März 2023
Kuration: Nina Steinmüller, Susanne Graner, Viviane Stappmanns ; Vitra Design Museum
Erweiterung: Susanna Kumschick, Mario Pellin
