Ursula Rodel galt als kreativer Kopf des Labels Thema Selection. Später wirkte sie unter eigenem Namen.
Ursula Rodel galt als kreativer Kopf des Labels Thema Selection. Später wirkte sie unter eigenem Namen.

Frivole Coolness, androgyner Chic

Das Landesmuseum Zürich würdigt die Modedesignerin Ursula Rodel in einer Einzelausstellung. Die Schau zeigt ihr kreatives Schaffen und ihre Inspiration.

Text: Annina Weber
Fotos: Schweizerisches Nationalmuseum
14.10.2023 08:00

Das Frauenstimmrecht war gerade erst errungen, als drei junge Frauen in Zürich ein Modelabel gründeten. Der Name: Thema Selection. Die Mode zeichnete sich durch einen eklektischen Stil zwischen Androgynität, Sexyness und Punk aus. Ein widerständiger Chic, der den sich verändernden gesellschaftlichen Verhältnissen entsprach und sich an die berufstätige, emanzipierte Frau richtete. Ursula Rodel war eine der drei Modedesignerinnen. Das Landesmuseum Zürich würdigt sie nun in einer Einzelausstellung. 1986 verliess Ursula Rodel Thema Selection – Laden und Label existieren bis heute –, um unter eigenem Namen zu entwerfen. Sie war auch als Kostümbildnerin für die Filmwelt im In- und Ausland tätig, etwa für Federico Fellini, Claude Berri oder Lars von Trier. 2009 erhielt Rodel für ihr Werk den Grand Prix Design der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Nach ihrem Tod 2021 ging ihr Nachlass ans Landesmuseum.

‹Wild und schön – Mode von Ursula Rodel›, 2023
Ausstellung Landesmuseum
Kuration: Christina Sonderegger, Joya Indermühle
Szenografie: Bureau Hindermann, Zürich
Ausstellungsdauer: bis 31. März 2024