Die von der KI generierten Bilder dienten als Inspiration für den von Tiffany Louis entwickelten Entwurf.
Die von der KI generierten Bilder dienten als Inspiration für den von Tiffany Louis entwickelten Entwurf.

Diplomarbeit mit dem Bildgenerator

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der ZHdK hat Tiffany Louis eine Unterarmprothese für das Jahr 2062 entwickelt. Dabei benutzte sie den KI-Bildgenerator Midjourney zur Inspiration und Visualisierung.

Text: Armin Scharf
Fotos: Tiffany Louis/Midjourney (Visualisierungen)
11.11.2023 08:00

Tiffany Louis ist wohl eine der ersten Nachwuchsdesignerinnen, die für ihre Abschlussarbeit einen Bildgenerator mit Künstlicher Intelligenz (KI) eingesetzt hat – und das mit dem Segen ihrer Mentorinnen Susanne Marti und Lisa Ochsenbein von der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Die Studentin setzte sich zum Ziel, die Vision einer Unterarmprothese aus weichen Materialien für das Jahr 2062 zu entwickeln. «Mein Projekt ‹Aion› sollte einen futuristischen Charakter haben», erklärt Tiffany Louis. «Ich entschied erst während des Entwurfsprozesses, nachdem das Konzept und die visuelle Ausrichtung bereits standen, mit KI zu experimentieren.» Denn als Louis ihre Diplomarbeit begann, startete ein Lernmodul zur Künstlichen Intelligenz, in das sich die Studentin einklinkte. Den KI-Bildgenerator Midjourney benutzte sie zur Inspiration und Visualisierung. «Designerinnen können visionär denken, doch die Ergebnisse zu visualisieren stösst oft an Grenzen», sagt Mentorin Susanne Marti. Da half die KI weiter: «Der Einsatz von Midjourney beschleunigte und erweiterte den Designprozess, sodass die Visionen schnell greif- und vorstellbar wurden.»


Softrobotik-Unterarmprothese ‹Aion›, 2023
Bachelor-Diplomarbeit Industrial Design, ZHdK: Tiffany Louis
Mentorat: Lisa Ochsenbein, Susanne Marti