Ans Licht!
Leuchtenentwürfe fehlen in Willy Guhls reichem Werk fast vollständig. Nun macht Schätti Leuchten einen Entwurf zugänglich – eine Premiere mit fast 70 Jahren Verspätung.
Felix Guhl steigt auf einen Stuhl und streckt sich zur Decke. «Hier sind zwei Schräublein; wenn man sie löst, lassen sich die Stangen vor- und zurückschieben.» Er deutet auf die verchromten Arme einer Deckenleuchte, die seine Küche erhellt. Sie ist der Nachbau eines Modells, das sein Vater Willy Guhl in den 1950er-Jahren für den Grafiker Rudolf Bircher entwarf, zusammen mit einer Reihe von Regalen und schlanken Staumöbeln. In Produktion ging die Leuchte allerdings nie.
‹CH50›: Das Re-Edition-Projekt
Im Jahr 2022 präsentierte der Leuchtenhersteller Schätti eine Re-Edition dreier historischer Entwürfe von Schweizer Designern oder Unternehmen: Gian Franco Leglers Stehleuchte ‹Mova-lux›, die Wandleuchte ‹Dot›, einen Werkentwurf von BAG Turgi, sowie Willy Guhls Deckenleuchte ‹Drela›. Das Trio unter dem Arbeitstitel ‹CH50› bildet die Basis einer wachsenden Leuchtenkollektion, bestehend aus Neuauflagen von Schweizer Klassikern und Entwürfen aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts.
‹Drela›, 1955/2024
Deckenleuchte
Design: Willy Guhl
Hersteller: Schätti Leuchten
Dimension: Kugeln, 20 cm; Drehrohre, 112 cm
Material: mattes Glas; Stahl und Messing, verchromt
Gewicht: 2,7 kg
Leuchtmittel: LED
Preis: Fr. 2740.—
