Die ‹Periscope›-Vitrine dient dem ‹gta Archiv› als Mikro-Ausstellungsraum.
Die ‹Periscope›-Vitrine dient dem ‹gta Archiv› als Mikro-Ausstellungsraum.

Zeigen und zeigen lassen

An der ETH Zürich wird Architektur nicht bloss gelehrt, sondern auch archiviert und ausgestellt. Ein Spannungsfeld zwischen historischem Erbe und zeitgenössischer Kunst.

Text: Axel Simon
Fotos: Florian Spring
29.04.2024 14:00

‹I Broke the House!› heisst eine Ausstellung auf dem ETH-Campus Hönggerberg. Beim Eingang sind kopierte, mit dickem Stift beschriebene Seiten eines ‹Artist Book› auf die Wand tapeziert. In der Vitrine daneben eine andere Welt. Hinter Glas liegen fein säuberlich gestaltete Zeichnungen, Vorlesungsnotizen ehemaliger ETH-Studenten und -Studentinnen aus 150 Jahren. Besser könnte man die Zeitenwende am Architekturdepartement der ETH nicht darstellen. Der Begriff von Architektur und Lehre erweitert sich dort mehr und mehr: vom Nationalen zum Internationalen, von der Wissensvermittlung zur Konzeptproduktion, von der autonomen Architektur hin zu gesellschaftspolitischen Themen. Natürlich werden an der ETH noch ganz klassisch Häuser gezeichnet. Doch das, so scheint es, gerät mehr und mehr zur Ausnahme – wie die kleine Vitrine mit Skizzenbüchern.

Das gta-Institut und seine Bereiche
Tom Avermaete, Professur für Geschichte und Theorie des Städtebaus (verantwortlich für ‹gta Archiv›)
Maarten Delbeke, Professur für Geschichte und Theorie der Architektur (verantwortlich für ‹gta Digital›)
Laurent Stalder, Professur für Architekturtheorie (verantwortlich für ‹gta Verlag›)
Philip Ursprung, Professur für Kunst- und Architekturgeschichte (verantwortlich für ‹gta Ausstellungen›)
Samia Henni, Gastprofessur für Architekturtheorie
Anne Hultzsch, PD, Gastprofessur

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