Unerbittlich bildhaft

Santiago Calatrava lebt in Zürich und baut in aller Welt. Mit dem Bahnhof Stadelhofen nahm seine Karriere Fahrt auf. Ein Versuch, den schwierigen Ingenieur, Architekten und Künstler dahinter zu verstehen.

Text: Axel Simon
Fotos: Stephan Rappo
23.02.2026 14:00

Die Fassade: ein plissiertes Glaskleid. Der Sockel: eine karamellbraune Kalksteininsel im Asphalt. Neben den Eingängen wachsen Stalagmiten aus dem Boden, davor rollt sich das Glas zum bedrohlichen Stachel. 

Ich stehe vor dem Büroneubau beim Bahnhof Stadelhofen in Zürich und versuche, sachlich zu bleiben. Schwierig, denn vor einem Werk von Santiago Calatrava drängen sich Bilder auf – beim Betrachten, beim Schreiben. So war es schon, als ich 1991 hier stand, die breiten Schulterblätter der Stützen und den unterirdischen Riesenschlund der Ladenpassage bestaunte.

Calatravas Bauten ähneln Tieren und Menschen. Sie sind bildhaft und haben einen grossen Wiedererkennungswert. Auch Laien können sie beschreiben und freuen sich, den Architekten dahinter zu kennen. In keinem Zeitungsartikel über das neue Bürohaus fehlen Beschreibungen wie «gestrandeter Wal» oder «Hochseeschiff». Das hundert Meter lange Glasdach über seinem ‹Ground Zero›-Bahnhof in New York vergleicht Calatrava selbst mit einer Taube, die aus den Händen eines Kindes davonfliegt. Kitsch ist immer Bestandteil seines Universums.

Wie also kann ich dem neuen und dem alten Werk am Rande des Zürcher Seefelds gerecht werden? Zu einem gemeinsamen Spaziergang war Calatrava nicht bereit. Auch Pläne gab sein Büro nicht heraus. So habe ich mich ohne die Hauptperson auf Recherche begeben, Texte gelesen, mit Wegbegleitern gesprochen. Ich wollte verstehen, welche Rolle Calatrava im Zürich der 1980er-Jahre spielte und wie er heute tickt. Was ist passiert zwischen dem Bau des von mir geliebten Bahnhofs und dem des selbstverliebten Bürohauses daneben? 

Verheissung der Architekt*innen
Der Bahnhof Stadelhofen ist vor allem ein städtebauliches Werk, keine Ingenieursarbeit. Er weckt zwar Bilder, doch weniger spektakuläre als die späteren, viel grösseren Bahnhöfe Calatravas, etwa in Lyon, Lüttich oder New York. Der Raum ist beim Zürcher Frühwerk die Figur, nicht der Grund. Er saust mit einem einzigen Schnitt durch, wie ein 300 Meter langes Strangprofil. Eine Betonschale mit Galerie und Stahlpergola deckt das hintere Gleis. Ein dickes Rohr hält das vordere Perrondach und betont die Biegung des Bahnsteigs. Die Stützen darunter stehen schräg, gabeln sich oben breit, laufen unten spitz zu. Spindelstützen tragen mit. Sie stehen senkrecht und sind so dünn, dass sie eher wie Zugstangen wirken – als würden sie die Gabelstützen hindern abzuheben. Nicht minimierte Querschnitte und Materialien lassen Calatravas Konstruktionen leicht erscheinen, sondern solche formalen Kniffe. 

«In diesem Prozess wird jede Notwendigkeit, (auch jede Angst) beherrscht von der entwerfenden Lust des Formens, Kombinierens und Verzerrens von statischen Bildern […]. Es gibt keine Verpflichtung mehr auf den Typus, auf die heilende Kraft der Logik, der Wissenschaftlichkeit und Rationalität als Teil einer allgemeinen sozialen Verheissung. […] In der Architektur von Calatrava werden im Grunde kaum mehr Probleme gelöst, sondern Fragen erfunden, um die Lösung vorzuführen.» Architekt Marcel Meili in der Monografie ‹Santiago Calatrava. Il folle volo› (1987)

Zu Beginn der 1980er-Jahre war die Architektur in der Krise. Auch in der Schweiz suchte eine neue Generation von Architekt*innen nach Wegen aus der gelähmten Spätmoderne. Einen solchen Weg wies Santiago Calatrava. Der junge Spanier hatte in Valencia Architektur studiert und an der ETH Zürich Bauingenieurwesen. Nun arbeitete er als Assistent am Institut für Hochbautechnik, schrieb seine Doktorarbeit, heiratete eine Auslandschweizerin aus Schweden und teilte sich im Zürcher Oberdorf ein Büro mit den Architekten Dolf Schnebli, Ueli Marbach und Arthur Rüegg. Für sie und andere konstruierte er erste Dächer und Balkone und arbeitete an Wettbewerben mit. Bewegliche Bauteile wie die für Bruno Reichlin und Fabio Reinhard entwickelten Lagertore in der westfälischen Stadt Coesfeld verblüfften die Szene ebenso wie die Decken, Dächer und Kuppeln der vom Büro Burkard Meyer Steiger erbauten Kantonsschule in der Aargauer Gemeinde Wohlen. Alle seien fasziniert gewesen von der Poesie, die ein Tragwerk haben könne, sagt der Architekt und emeritierte ETH-Professor Adrian Meyer. Die exotische Anmutung der Bauteile strahlte auf die scheu postmodernen Schweizer Bauten ab. Santiago Calatrava verzauberte sie – und ihre Architekt*innen. Alle wollten ihn, seine Frische, seine Irritation.

Ehrgeiz und Geltung
Das Haus mit dem Stachel aus Glas steht auf einem schmalen Grundstück zwischen Bahnhof und Strasse. Seine gerippte Fassade ist 19 Meter hoch, aber ohne Massstab. Ein kinetisches Kunstwerk Calatravas diente als Vorbild. 1700 schmale Glasstreifen kleben in vertikalen Pfosten aus weissem Aluminium, jedes Teil ein Unikat. Unten enden sie in grossen Bögen und Zipfeln. Vor der Sonne schützt lediglich ein aufgedrucktes Punktraster. Zuunterst formt perfekt geschliffener Kalkstein das Erdgeschoss. Er wölbt sich vom Boden zum Sockel, zur Wand, zu Vorsprüngen und Absätzen, bildet Kuhlen und Rinnen aus, als habe steter Tropfen den Stein gehöhlt. Calatrava fügt seine Elemente nicht, er verflüssigt und verschmelzt sie zur grossen Geste. Es sind diese Gesten, die seine Bauten zugänglich machen, populär.

Ohne Massstab und expressiv, hat der Neubau den Auftritt eines öffentlichen Gebäudes – und ist doch nur ein Bürohaus.

Sie riefen einen Ingenieur, und es kam ein Architekt. Eine wiederkehrende Erinnerung bei vielen, die mit Calatrava zusammengearbeitet haben: Er habe andere aus dem Projekt gedrängt, es «an sich gerissen». So auch den Bahnhof Stadelhofen. Zu Beginn des Wettbewerbs bestand das Team aus dem Winterthurer Architekturduo Arnold und Vrendli Amsler, dem Landschaftsarchitekten Werner Ruegger und Calatrava. Letzterer prägte das Projekt immer stärker. Auch Uli Huber, damals SBB-Chefarchitekt, erinnert sich an die unfreundliche Übernahme. Die Bauherrschaft habe das Ego des Ingenieurs aber nicht gestört. «Wir sahen die Qualitäten seines Entwurfs.» Er sei eine Diva, sagen manche, er habe Geltungsdrang, meinen andere. Die meisten sagen, sie wollen nie wieder mit ihm zusammenarbeiten. 

«Calatrava mittelgross, dunkel, fiebrig. Er ist von der Ungeduld dessen besessen, der weiss, was er kann, und der weiss, dass er mehr kann als andere. […] Hinter dieser Ungeduld stecken Ehrgeiz und Unerbittlichkeit.» Stadtwanderer Benedikt Loderer in seinem Notizbuch, 7. Juli 1986

Der Neubau am Stadelhofen hat die Stellung und den Auftritt eines öffentlichen Gebäudes. Er ist aber kein Rathaus oder Theater, sondern beherbergt vorerst eine Patisserie und Praxen für plastische Chirurgie. Im Sockel markiert einer der Kalksteinstalagmiten eine Rampe, die ins Untergeschoss führt. Die dortige Velogarage gab im Stadtrat den Ausschlag, den Denkmalschutz des Vorgängerbaus aufzulösen. Danach durfte die Bauherrschaft AXA das 200-jährige ‹Haus zum Falken› im Tausch gegen 800 Veloabstellplätze abreissen. Die füllen nun drei enge Geschosse im fensterlosen Untergrund. Für diesen abgefüllten Funktionsbereich wünscht man sich einen Bruchteil der überschäumenden Detailfreude, die in den Neubau geflossen ist. Hier gibt es sie, die Öffentlichkeit, doch sie bleibt unsichtbar.

Aufmerksamkeit erregt beim Bürohaus vor allem die Fassadenhülle – und die Stützenkonstruktion im Innern

Die Velogarage der Stadt Zürich in den drei Untergeschossen besteht aus abgefüllten Funktionsräumen

Der «Stararchitekt»
In der Schweiz stehen nicht nur Calatravas erste Bauten. Hier gedieh auch im Kleinen, was sich in den späten 1990er-Jahren weltweit epidemisch ausbreiten sollte:«Stararchitektur». Gefühlt jede Schweizer Stadt wollte «ihren Calatrava». St. Gallen bestellte zwei Buswartedächer und die Decke einer Musikschule, später kamen die Notrufzentrale und der Veranstaltungsort Pfalzkeller hinzu. Auch Zürich beauftragte den Ingenieur-Architekten mit drei Kleinbauten: Tramwartedächer vor dem Hauptbahnhof, eine Kuppel auf dem Bauschänzli und eine über die Sihl führende Fussgängerbrücke. Aus Kostengründen blieb alles ungebaut. Mit der elliptischen Halle der Rechtswissenschaftlichen Bibliothek schmückte sich später die Universität Zürich. In Luzern baute Calatrava Seitendächer und Bahnhofvorhalle, in Basel ein Kleinkunsttheater. Dort scheiterte er auch 1990 mit einem filigranen Entwurf der Wettsteinbrücke knapp vor dem Grossen Rat. Die Querelen um diese Brücke machten ihn schweizweit bekannt. Heute plant er neben vielem anderem auf der Welt eine Brücke für Eglisau. «Ein Calatrava» sorgt für Aufmerksamkeit und ist darum eine auch politisch wirksame Währung. Bauherrschaften können ihre Projekte mit ihm leichter durchsetzen, wie der Fall ‹Haus zum Falken› zeigt.

Bahnhofhalle, Luzern, 1983–1989; Wettsteinbrücke in Basel, Wettbewerbsentwurf, 1988–1990 (Foto: Kurt Wyss)

In seinem Film ‹Die Reisen des Santiago Calatrava› aus dem Jahr 2000 gibt der Zürcher Regisseur Christoph Schaub einen Einblick in die Arbeitsweise des Ingenieur-Architekten: Skizzierend und aquarellierend löst Calatrava bauliche Probleme. Es geht ihm nicht um die Vielschichtigkeit eines Entwurfs, wie sie beim Durcharbeiten der verschiedenen Anforderungen entsteht. Es geht ihm darum, seine erste Skizze zu bauen. Die eine grosse Idee – über alle Hindernisse hinweg möchte er sie sichern. 

Kantonale Notrufzentrale St. Gallen, 1988–1998; Rechtswissenschaftliche Bibliothek, Zürich, 1989–2004 (Foto: Reto Haefliger)

Mit einem Bein ist Calatrava immer in Zürich geblieben. Doch er hatte Höheres im Sinn: Er expandierte nach Paris und Valencia, dann nach New York, Doha und Dubai. Seine Ehefrau Robertina und die zwei Söhne sind ebenfalls in den Büros engagiert. Die Werkliste ist mittlerweile unübersichtlich, die Grösse seiner Bauten weiterhin zunehmend, ebenso die der Bücher, die Calatrava sich selbst widmet. Städte und Regionen in aller Welt bestellen bei ihm Brücken, Flughäfen, Museen, Wolkenkratzer – Signature Buildings, viele davon mit Superlativen versehen: der teuerste Bahnhof, das höchste Gebäude. Im Juni 2015 versammelt die britische Tageszeitung ‹The Guardian› in einem Artikel die zahlreichen Kostenüberschreitungen Calatravas, die Bauschäden und frustrierten Bauherrschaften. Kosten und Termine habe er nie im Griff gehabt, berichten auch ehemalige Mitarbeiter*innen und Kolleg*innen. Laut seiner Website besitzt Santiago Calatrava 17 Ehrendoktorwürden. Sein Vermögen schätzt die Zeitschrift ‹Bilanz› auf 150 bis 200 Millionen Franken.

Hochhaus ‹Turning Torso›, Malmö, 1999–2005; World Trade Center Transportation Hub, New York, 2003–2016

Der Bauingenieur
«Anfang der 1980er-Jahre hörte ich Santiago Calatrava an einem Vortrag im Keller des Kunstmuseums Chur. Peter Zumthor hatte eine Reihe junger Schweizer Architekten zu Präsentationen ihrer Werke eingeladen. Irgendwann zeigte Calatrava eine Metallstütze, die in ihrem oberen Drittel gekrümmt war. Er bemerkte dazu, dass erst die Verformung der Stütze aufzeige, zu welchem Widerstand das Material Stahl fähig sei. Ich denke, diese Aussage liefert einen Schlüssel zu seinem Werk. Im Zentrum steht ein Affekt, den das Betrachten der Konstruktion im Publikum auslösen soll. Vergleichbar einem ‹Virtuoso› in der Musik, der einen sich fragen lässt, wie denn das, was er tut, überhaupt möglich sei. Calatravas Werke sprechen zunächst unser Körpergefühl an, sie erscheinen als gespannte Muskeln und Sehnen. Sie appellieren an eine Angstlust, oft sind sie ‹schrecklich› im wörtlichen Sinn.» Jürg Conzett, Bauingenieur

Wie die Architektur steckte auch das Ingenieurwesen in der Zeit um 1980 in einer Sackgasse. Der Bauingenieur Jürg Conzett berichtet, wie Calatrava in dieser Situation einen ganz anderen Umgang mit Konstruktionselementen gezeigt habe: Er sagte sich von den traditionellen Ingenieurtugenden los und wurde zum Vorreiter einer offeneren Haltung gegenüber Infrastrukturbauten. Das wirke bis heute nach. Im Zuge der Kritik an der Moderne sei aber auch das Vertrauen an eine formbildende Technik verlorengegangen. Und Conzett blickt noch weiter zurück: Die Industrielle Revolution habe das Mechanische an die Stelle des Organischen gesetzt, ein Verlust, den unsere Gesellschaft noch immer nicht bewältigt habe. Mit seinen Menschen- und Tierskizzen verbinde Calatrava technische Spitzenleistungen mit romantisch-regressiven Zügen. Auch das sei ein Grund für seinen Erfolg.

Um die Brücke des Bahnhofs herum schafft der Neubau mehr Platz als vorher.

Der Künstler
In Valencia steht eine ‹Stadt der Künste und der Wissenschaften› aus lauter «Calatravas». Seine Heimatstadt beauftragte ihren berühmten Sohn in den späten 1990er-Jahren mit der Planung. Und er zeichnete alles selbst: Oper, Planetarium, Wissenschaftsmuseum, Meeresaquarium – spektakuläre Gebäude, die noch heute als Kulisse für Autowerbung, Computerspiele oder Science-Fiction-Filme dienen. Auch die Kunst in den Gebäuden stammt von ihm: Wandbilder, Reliefs, Türknäufe mit (regressiven) Stieren als Motiv. Calatrava sieht sich als Genie, sehnt sich nach dem Gesamtkunstwerk. Er ist ein Romantiker. Das ‹Haus zum Falken› sei ein abstraktes Kunstwerk, liess er den ‹Tages-Anzeiger› wissen. Und der NZZ diktierte er, er lebe nach dem in der Renaissance verbreiteten Ideal des Universalkünstlers, der in allen Disziplinen versiert sei.

Bahnhof Liège-Guillemins, 1996–2009; ‹Stadt der Künste und der Wissenschaften›, Valencia, 1996–2009

In einem Film des Schweizer Fernsehens aus dem Jahr 1980 hängt eine Gruppe Studierender der ETH Zürich eine Wasserplastik in die Kuppel des ETH-Hauptgebäudes und schwimmt nackt darin. Jürg Altherr leitete damals das Freifach Plastisches Gestalten. Unter den Student*innen: Sabina Hubacher und ihr späterer Partner, Christoph Haerle. Der junge Assistent Santiago Calatrava half der Gruppe, ihre komplexe Idee umzusetzen. Hilfsbereit und liebenswürdig sei er gewesen, sagt Haerle rückblickend. Er, der heute selbst sowohl Häuser plant als auch künstlerisch tätig ist, sieht Santiago Calatravas Vermischung beider Bereiche skeptisch. Ein Gebäude sei ein Gebäude, keine Skulptur. 

«Als Künstler hat Calatrava eine gewisse Virtuosität. Der absolute Wille zum ‹uomo universale› scheint bei ihm allerdings stärker zu sein als die Beseeltheit seines Werks. Ich vermisse die Seele.» Christoph Haerle, Architekt und Künstler

Margaret Hunt Hill Bridge, Dallas, 2010–2012; Rheinbrücke in Eglisau, ab 2019

Gedanken statt Affekte
Warum also liebe ich den Bahnhof Stadelhofen und vermisse beim ‹Haus zum Falken› ebenso wie der Künstler Christoph Haerle die Seele? Was ist mit Calatrava in den 35 Jahren zwischen diesen beiden Werken geschehen? Vielleicht gefällt er sich nun zu sehr in der Rolle des virtuosen Universalgenies. Vielleicht blendet ihn (oder mich) sein Erfolg. Oder es liegt an Auftraggeber*innen, denen es mehr um Aufmerksamkeit als um ein geglücktes Gebäude geht. Vielleicht ist es aber auch gar nicht der Architekt, Ingenieur und Künstler Santiago Calatrava, der sich gewandelt hat, sondern die Zeit. Den heutigen Multikrisen ist nicht mit der romantischen Vorstellung eines Gesamtkunstwerks beizukommen, sondern mit Sachlichkeit. Teamarbeit schlägt das einsame (und männliche) Genie, Umbau den Abriss. Traditionelle Ingenieurstugenden wie die Ökonomie der Mittel sind zeitgemässer als das schamanische Raunen knochenförmiger Stützen. Der Kopf ist wieder mehr gefragt als das Auge oder der Bauch allein, Gedanken sind willkommener als Affekte. In unserer durch widerstrebende Ziele, Anforderungen und Sehnsüchte zerrissenen Welt kann kein bruch- und makelloser Wurf die Lösung sein, sondern nur die Collage. 
 

Vor 25 Jahren gab der Zürcher Regisseur Christoph Schaub in seinem Film ‹Die Reisen des Santiago Calatrava› einen Einblick in die Arbeitsweise des Ingenieur-Architekten. Den Film kann man sich auf Hochparterres Streaming-Plattform ‹Klappe!› anschauen. 

Das Zitat von Marcel Meili ist in der Monografie ‹Santiago Calatrava. Il folle volo› von 1987 nur auf italienisch und englisch abgedruckt. Wir zitieren vom deutschen Originalmanuskript. Bei Park Books erscheint im Herbst 2026 eine Sammlung der Texte Marcel Meilis.

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