Überraschung, Freude, Skepsis. Und am Ende Erfolg?
Der Wunsch des Zürcher Stadtrats, den Theatersaal des Schauspielhauses durch einen Neubau zu ersetzen, ist plausibel. Doch die Regierung ging zu forsch vor. Ein Kommentar von Werner Huber.
Etwas überrascht war ich ja schon, als der Zürcher Stadtrat kurz vor den Sommerferien bekannt gab, dass er das Schauspielhaus abbrechen und durch einen Neubau ersetzen möchte. Wobei mit «Schauspielhaus» nicht die historistische Fassade am Heimplatz gemeint ist (das ist nicht das Theater, sondern ein Wohn- und Geschäftshaus), sondern das Gebäude im Hof dahinter.
Seit dem Scheitern des Wettbewerbsprojekts für einen Neubau von Jørn Utzon in den 1960er-Jahren und der 1978 abgeschlossenen Sanierung des Altbaus war ich der Meinung, das sei’s nun wohl gewesen in Sachen neuem Theatersaal.