Operation Spital: Stadtteil der Träume

Das Spitalzentrum Biel verlässt seinen Standort im Beaumont-Quartier. Die Berner Fachhochschule hat Zukunftsvisionen für den freiwerdenden Gebäudekomplex entworfen.

Text: Tamino Kuny & Deborah Fehlmann
08.03.2024 12:32

Im Berner Kornhausforum herrscht festliche Stimmung. Architekturstudenten und Dozentinnen der Berner Fachhochschule (BFH) schütteln Hände und lassen Weissweingläser klirren, die zahlreichen Vernissage-Gäste drängen sich um Modelltische und Stellwände. Darauf zu sehen sind allerlei Pläne, Collagen, Infografiken und Modelle des Spitalzentrums Biel – beziehungsweise des neuen Stadtteils, zu dem es in einigen Jahren werden könnte. «Räumliche Transformationen – Neues Leben im Spitalareal» heisst die Jahresausstellung des Departements Architektur der BFH, die von Ende Februar bis Mitte März 2024 im Kornhausforum zu sehen ist.

Die Jahresausstellung Architektur «Räumliche Transformationen – Neues Leben im Spitalareal» der Berner Fachhochschule BFH ist bis am 15. März 2024 im Kornhausforum Bern zu sehen. Unter dem Titel «Point de vue im Beaumont – Operieren et vitaliser» gastiert die Ausstellung vom 21. bis 31. März im Kunsthaus Pasquart in Biel. Am Eröffnungstag findet um 18.30 Uhr die Podiumsdiskussion «Arealtransformation – von andern lernen» statt.

 

Artikelserie ‹Operation Spital›

Eine Erneuerungswelle überrollt die Schweiz: Landauf, landab gehen neue Spitalbauten in Betrieb, während diejenigen des letzten grossen Erneuerungszyklus der 1960er- bis 80er-Jahre verschwinden. Der Abbruch ausgedienter Bauten ist in der Spitalbranche noch immer eine selbstverständliche Praxis. Angesichts von Klimawandel, Wohnraummangel und Verdichtungsbemühungen formiert sich dagegen aber Widerstand. Akteurinnen aus der Bevölkerung, aus Architekturkreisen und der Politik fragen immer lauter: Weshalb eigentlich nicht umnutzen?
Diese Frage stellt sich auch Hochparterre. In der Artikelserie ‹Operation Spital› berichten wir von den Orten des Geschehens, stellen vom Abriss bedrohte Spitalbauten vor und sprechen mit den Menschen, die an deren Zukunft glauben. Und wir machen das kumulierte räumliche Potenzial dieser Bauwerke auf einer interaktiven Karte sichtbar.

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