Mut zum grossen Schritt in Zürich!

Das Schauspielhaus Zürich benötigt hinter den Kulissen eine zeitgemässe Infrastruktur. Dafür braucht es ein neues Haus. Das muss aber nicht am angestammten Ort stehen.

Text: Werner Huber
27.08.2021 11:28

Der Genfer Neubau von Fres Architectes illustriert hervorragend, wie ein Theater heute konzipiert sein muss: rationell organisiert, mit viel Raum und optimierten Abläufen. Nicht umsonst verwenden die Architekten den Begriff ‹Usine à spectacles›. Davon kann das Schauspielhaus in Zürich vorerst nur träumen. Die Platzverhältnisse sind prekär, die technischen Ausrüstungen veraltet und die Beziehung zwischen Publikum und Schauspielerinnen und Schauspielern – das wohl Wichtigste im Theater überhaupt – durch ungünstige Sichtverhältnisse beeinträchtigt. Gründe genug, das alte Gebäude durch einen Neubau zu ersetzen. So wollen es die Stadt und die Schauspielhaus AG als Betreiberin. Weil sich das Theater hinter einem Blockrand verbirgt, wären die Veränderungen von aussen kaum sichtbar.

Dieser Kommentar erschien ursprünglich in der Juni-/Juli-Ausgabe 2021 von Hochparterre.

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