Bild: Wikimedia Commons
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Mensch und Umwelt müssen hintenanstehen

Der Bundesrat legt seinen Vorschlag für die Revision der Lärmschutzvorschriften vor. Die grosse Gewinnerin ist die Wirtschaft. Gesundheitsschutz und Baukultur leiden.

Text: Deborah Fehlmann
19.12.2022 21:27

Der Lärmschutz sorgte schon lange nicht mehr für positive Schlagzeilen. Im Dezember 2021 sprach das Bundesgericht einem Wohnbauprojekt der Swisscanto in Zürich die Bewilligungsfähigkeit aus Lärmschutzgründen ab. Stadt und Kanton hatten zuvor eine Ausnahmebewilligung erteilt, was an zentralen, oftmals lärmbelasteten Lagen, keine Seltenheit ist. Mit dem Gerichtsentscheid wurde klar, dass gleich mehrere Projekte mit ähnlicher Ausgangslage in absehbarer Zeit nicht realisiert werden können. Die Auseinandersetzung um die unzeitgemässen Schweizer Lärmschutzvorschriften erreichte damit ihren vorläufigen Höhe-, oder je nach Sichtweise, Tiefpunkt.

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