‹Abbruch oder Aufbruch?›

Der Altbau des Kantonsspitals Baden soll abgerissen werden, sobald der Neubau steht. Letzten Mittwochabend lud der Verein Stadtlabor zur Diskussion über eine alternative Zukunft ein.

Text: Tamino Kuny
24.06.2023 14:00

50 000 Quadratmeter nutzbare Gebäudefläche abreissen statt umnutzen – das hört sich in Zeiten von Klimakrise, knappen Baulandreserven und allseits proklamierter Wohnungsnot absurd an. Doch so soll es im kommenden Jahr in Baden geschehen. Wenn das dortige Kantonsspital (KSB) seinen Neubau bezogen hat, wird der Altbau aus den Siebzigerjahren dem Erdboden gleichgemacht. Bevor die Abbruchbagger zu Werke gehen, stellen lokale Politiker*innen und Aktivist*innen den seit langem bekannten Plan infrage: Welche Potenziale schlummern in dem Betonkoloss? Und wie könnten alternative Nutzungsszenarien dafür aussehen? Das und mehr diskutierte der Verein Stadtlabor Baden im Rahmen der Ausstellung ‹Die gute Architektur› letzten Mittwochabend mit der interessierten Öffentlichkeit. Nebst dem Stadtrat Benjamin Steiner, der sich in der Spitalfrage neutral positionierte, waren als Abbruchkritiker*innen die Zürcher Arbeitsgruppe für Städtebau ZAS*, die Umnutzungsexpertin Barbara Buser und der Architekturstudent Marco Steinacher zu Gast. Simon Meier, Verwaltungsrat der Kantonsspital Baden AG legte dar, weshalb das Gebäude weichen soll. Durch die Veranstaltung führten Jeanne Casagrande vom Stadtlabor und Historiker Fabian Furter.

Die Frage ‹Wie weiter mit Spitalbauten?› stellt sich nicht nur in Baden:
– Zürich, Triemlispital
– Bern, Inselspital
– Biel, Kantonsspital
– Basel, Bruderholzspital
– etc.

Zur Vernetzung Ihrer Initiative schreiben Sie an Deborah Fehlmann und Tamino Kuny, Redaktor*innen Hochparterre. Deborah Fehlmann ist aus Baden, Tamino Kuny ist Teil der ZAS*

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