Hubers Bildschirmreisen – #8: Gebaute Utopie am Sandstrand
Als Ferienort für die französische Mittelschicht entstand bei Montpellier La Grande Motte. Lange verfehmt, ist die von Jean Balladur geplante Stadt seit 2010 nationales Kulturerbe.
Die ‹Trente Glorieuses›, die dreissig glorreichen Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, brachten der französischen Bevölkerung mehr Wohlstand, Freizeit und Ferien. Um diese nach klassischer Manier am Strand zu verbringen, gab es an der französischen Mittelmeerküste nur wenige Orte. Viele Touristen fuhren deshalb über die Grenze nach Spanien. Vor diesem Hintergrund initiierten General Charles de Gaulle, damals Président de la République, und sein Premierminister Georges Pompidou ein Entwicklungsprogramm für die Küste zwischen Montpellier und der spanischen Grenze. Damit sollte die bislang wirtschaftlich benachteiligte Region, die lediglich vom Weinbau mehr schlecht als recht lebte und weder Industrie noch Rohstoffe hatte, entwickelt werden.


Hubers Bildschirmreisen
Die Serie «Hubers Bildschirmreisen» führt in persönlich gefärbten Ausflügen zu verschiedenen Zielen in der Welt. Seit bald vierzig Jahren hält Werner Huber Städte und Gebäude fotografisch fest. Die Sammlung von rund 100'000 Bildern ist der Reisekatalog, aus dem die einzelnen Touren zusammengestellt werden. Es sind alles Amateuraufnahmen, weshalb der Autor um Nachsicht betreffend die Qualität bittet.
Die nächste Folge
Frankreich ist auch die Destination der nächsten Bildschirmreise. Genauer: die Hauptstadt Paris.