HSG-Neubau: Offenes Betongebälk in St. Gallen
Der japanische Architekt Sou Fujimoto hat für die Universität St. Gallen ein repräsentatives Raumgitter gebaut. Es befördert die Interaktion, spricht aber keine klimabewusste Architektursprache.
Die Universität St. Gallen (HSG) will durchlässiger werden. Darum hat sie am Rande ihres Campus in St. Gallen ein ‹Learning Center› erstellt. Es soll den Austausch zwischen den Studierenden, den Alumni und einer breiten Öffentlichkeit begünstigen. Doch am Eröffnungswochenende wirkte der Neubau eher abweisend. Die Wintersonne sorgte dafür, dass sich der Glasbau verschloss: Die weissen Lamellenstoren liessen auf der Frontseite keine Blicke ins Innere zu. Glas ist eben nur bedingt transparent.
HSG Learning Center ‹Square›, 2022
Guisanstrasse 20, St. Gallen
Bauherrschaft: HSG Stiftung
Architektur: Sou Fujimoto Architects, Paris / Tokio
Lokales Architekturbüro: Burckhardt + Partner, Zürich
Generalunternehmer: HRS, St. Gallen
Bauherrenvertretung: PPM Projektmanagement, St. Gallen
Tragwerksplanung: Schnetzer Puskas Ingenieure, Basel
Bauphysik: Kopitsis Bauphysik, Wohlen
Elektroplanung: HHM Gruppe, St. Gallen
HLKS-Planung: Vadea, St. Gallen
Fassadenplaner: Emmer Pfenninger Partner, Münchenstein
Signaletik: TGG Hafen Senn Stieger, St. Gallen
Landschaftsarchitektur: Enea, Jona
Lichtplaner: Light Design, Tokio
Innenarchitektur: Evolution Design, Zürich
Auftrag: Eingeladener Wettbewerb, 2017
Baukosten: Fr. 53 Mio.