Ein Kran als Haus
Das Architekturbüro Stefan Wülser+ hat in Winterthur eine ehemalige Stadtvilla mit zwölf Zimmern in ein Haus für vier Parteien verwandelt.
Im Jahr 1911 als Unterkunft für Arbeiter*innen gebaut, zeigt das Haus in Winterthur, was robuste und auf den ersten Blick einfache Architektur kann: Transformation. Nachdem es zwischenzeitlich als Stadtvilla mit zwölf Zimmern auf drei Etagen diente, hat das Architekturbüro Stefan Wülser+ das Haus auf sein drittes Leben vorbereitet. Im Norden ergänzt ein kleiner Anbau das Gebäude. Dank einer neuen Aussentreppe können nun bis zu vier Parteien darin wohnen. Zwei doppelgeschossige Wohnungen teilen sich im ersten Obergeschoss einen Gemeinschaftsraum mit Bad, der auch als Gästewohnung taugt. Wie die Küchen der Wohnungen wird auch das geteilte Geschoss durch Faltschiebetüren zur Loggia.
‹Haus Winterthur›, 2026
Gustavstrasse 3, Winterthur
Auftragsart: privater Direktauftrag
Architektur: Stefan Wülser+, Zürich
Tragwerk: Co_struct, Zürich/Lausanne
Bauphysik Raumanzug, Zürich
Stahlbau: Müller, Winterthur
Fassade: Kaufmann Metallbau, Arth-Goldau
Baumeister: Stutz, Winterthur
Baukosten (BKP 2): Fr. 700 000.—
Geschossfläche: 398 m2