Der steile Weg zur Autarkie
Ein Neubau von Capaul & Blumenthal erweitert die Chamanna Cluozza im Schweizerischen Nationalpark. Ein kulturelles Statement inmitten der hochgeschützten, unberührten Natur.
Ein Leuchtturm sei nicht erwünscht. Ein solcher Satz steht selten in der Ausschreibung eines Architekturwettbewerbs. Keinen architektonischen Paukenschlag suchte die Eidgenössische Nationalparkkommission, sondern einen harmonischen und nachhaltigen Zusammenklang zwischen Alt und Neu, Gebäude und Landschaft. Leichter gewünscht als getan bei der Erweiterung eines Gebäudes, das seit mehr als 100 Jahren mitten im Schweizerischen Nationalpark (SNP) steht, in einem Naturreservat, das vor menschlichen Eingriffen bewahrt bleiben soll.
Sanierung / Erweiterung Chamanna Cluozza, 2022
Val Cluozza, Schweizerischer Nationalpark
Bauherrschaft: Schweizerischer Nationalpark
Architektur: Capaul & Blumenthal, Ilanz
Mitarbeit: Vanessa Berni, Anna Tina Flepp, Ramon Arpagaus
Auftragsart: Studienauftrag auf Einladung, 2018
Bauleitung: Cadonau Büro d’Architectura, Ramosch
Tragwerksplanung: Conzett Bronzini Partner, Chur
Landschaftsarchitektur: Nina von Albertini, Dusch / Paspels
Gebäudetechnik: Esotec, Innertkirchen
Abwassersystem: Vuna, Dübendorf
Gesamtkosten inkl. technische Infrastruktur (BKP 1–9): Fr. 2,7 Mio.
Baukosten (BKP 2/m2): Fr. 1277.—
