Die fensterseitigen Möbel sind bewusst niedrig gehalten, um weder Lichteinfall noch Betonrippendecke zu stören.
Die fensterseitigen Möbel sind bewusst niedrig gehalten, um weder Lichteinfall noch Betonrippendecke zu stören.

Bodenständige Raffinesse

Die Architektinnen Dominique Knüsel und Christina Leibundgut haben die Gänge der 1939 von Hermann Baur errichteten Pavillonschule Bruderholz neu möbliert und in Lernräume umgewandelt.

Text: Isabel Borner
Fotos: Elisa Florian
13.05.2023 08:00

Hoch über Basel thront das Bruderholzquartier. Dort fügt sich die 1939 von Hermann Baur errichtete Pavillonschule harmonisch ein. Die prominente Vertreterin des Neuen Bauens ist von Sachlichkeit geprägt. Fünf ebenerdige Pavillons und ein Hauptgebäude mit Turnhalle sind über Laubengänge miteinander verbunden und bilden eine weitläufige Anlage – aus heutiger Sicht ein räumlicher Luxus. Aufgrund des steigenden Bedarfs an verschiedenen Unterrichtsformen hätte das Bruderholzschulhaus erweitert werden müssen. Ein Anbau war aus Denkmalschutzgründen nicht möglich, daher organisierte das Erziehungsdepartement einen Wettbewerb für die Transformation der Gänge in Lernräume.

‹Tigre de Salon›, Korridormöblierung, 2022
Schulhaus Bruderholz, Basel
Bauherrschaft: Erziehungsdepartement Basel-Stadt
Architektur und Bauleitung: Knüselleibundgut, Zürich
Schreinerarbeiten: Triplex, Liestal
Auftragsart: Selektiver Projektwettbewerb 2018, 1. Rang