Biennale Countdown 6: Leopold Banchini
Der Genfer Architekt Leopold Banchini richtet an der Biennale in einem Terrarium eine Hommage an den 86-jährigen Verleger Lloyd Kahn ein, der in den 70er-Jahren in den USA die Selbstbau-Bewegung prägte.
Was macht ihr an der Biennale?
Leopold Banchini und Lukas Feireiss: Im Mittelpunkt unseres Beitrags mit dem Titel «There Are Walls That Want to Prawl» steht ein generationenübergreifender Gedankenaustausch mit dem 86-jährigen Selbstbauer, Verleger und Geschichtenerzähler Lloyd Kahn aus Bolinas in Kalifornien. Die Hommage zielt darauf ab, Lloyds Arbeit zu analysieren und darüber zu spekulieren – insbesondere über drei seiner ikonischen Gegenkulturpublikationen zur organischen Architektur: Domebook One (1969), Domebook 2 (1970) und Shelter (1973). Kahns Publikationen befähigten die Menschen und wurden schnell zu erfolgreichen How-to-Bibeln für den Selbstbau. Sie stellten Werkzeuge bereit für die amerikanischen Gegenkulturbewegungen, die Ökologie, Selbstversorgung und Do-it-yourself-Methoden zelebrierten. In einer Zeit vor dem Internet wurden seine Publikationen wichtige alternative Bildungsinstrumente und Bestseller-Kompendien.