Architektur, wie sie eben noch war
Vor 25 Jahren produzierten Hochparterre und die SRG eine Dokumentarserie über Schweizer Architekturbüros. Erkenntnisse nach einer Reise in die jüngste Vergangenheit.
Wie lange muss etwas zurückliegen, um vergangen zu sein? In der Geschichtswissenschaft gilt das Denken in Epochen als veraltet. Historische Zäsuren, erklärt uns Academia, sind wahlweise hegemoniale Konstrukte oder eurozentristische Narrative. Im Alltag aber lebt eine Art von subjektiver Epochenempfindung weiter. Sie schlägt sich nicht zuletzt auch im wissenschaftlichen und kulturellen Betrieb nieder: Meist vergehen, dem Zeitraum einer Generation entsprechend, 25 oder 30 Jahre, bis ein Phänomen unter frischem Blickwinkel gewürdigt, historisch erforscht oder künstlerisch wieder fruchtbar gemacht wird.
