Redaktorin Maarit Ströbele mietet bei kommerziellen Institutionellen.
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Ein teures Ende des Eigenmietwerts

Am 28. September stimmen wir über das Ende des Eigenmietwerts ab. Ein Ja brächte einen Steuerverlust von 2,5 Milliarden Franken und Risiken für Klima und Wohnraum.

Text: Maarit Ströbele, Joris Jehle
02.09.2025 08:00

Diesen Monat stimmen wir über den ‹Bundesbeschluss über die kantonalen Liegenschaftssteuern auf Zweitliegenschaften› ab und damit indirekt über die Abschaffung des Eigenmietwerts – die Steuer für selbstbewohntes Eigentum. Steuerabzüge für Schulden und Investitionen sollen abgeschafft sowie eine neue Zweitwohnungssteuer eingeführt werden. Gemäss Annahmen der Raiffeisen-Bank würden vor allem wohlhabende Haushalte mit wenig Fremdkapital sowie Ersterwerber, teils auch Pensionierte, von der Reform profitieren. Da zudem Renovationen nicht mehr abzugsfähig wären, hätten Besitzerinnen von älteren Liegenschaften kaum Vorteile. Diverse Verbände befürchten deshalb ausbleibende ökologische Sanierungen. Doch vielleicht am wichtigsten: Der Bund rechnet mit Steuerverlusten von rund 2,5 Milliarden Franken. Und dies, obwohl er überall spart – ausser bei der Rüstung – und die Finanzierung der 5 Milliarden Franken für die 13. AHV-Rente nicht abschliessend geklärt ist. In der Abstimmungsvorlage fehlt ein Vorschlag für die Kompensation der Steuerverluste. Entsprechend ist mit Steuererhöhungen zu rechnen – für wen, das ist offen. 

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