Die Provokation des
Kostengünstigen
Die Zürcher Wohn- und Gewerbesiedlung Guggach von Donet Schäfer Reimer Architekten ist suffizient und kostengünstig. Und sie spaltet die Gemüter.
Ein Artikel im ‹Tages-Anzeiger› vom November 2024 gab den Ton an: «Alles wirkt unfertig», hiess es dort über die neuen Wohnungen auf dem Zürcher Guggach-Areal, «ein bisschen wie eine Mischung aus Baracke und Ikea-Ausstellraum. Dabei sind die 111 Wohnungen für die rund 330 Mieterinnen und Mieter fertig.» Fotografien der noch unbewohnten Wohnungen lieferten der Tagi-Leserschaft reichlich Stoff für Kommentare, deren Stossrichtung man sich in etwa vorstellen kann. Kleines Beispiel: «Kein Wunder, nehmen Depressionen zu.»
Wohn- und Gewerbesiedlung Hofwiesenstrasse (Guggach), 2024
Hofwiesenstrasse 185, 187, 189, 191, Zürich
Landeigentümerin: Stadt Zürich
Bauherrschaft: Stiftung Einfach Wohnen (SEW), Zürich
Auftragsart: selektiver Projektwettbewerb, 2018 (1. Preis mit Weyell Zipse, Basel)
Architektur: Donet Schäfer Reimer (Doscre), Zürich
Landschaftsarchitektur: Atelier Loidl, Berlin
Baumanagement: HSSP, Zürich
Bauherrenvertretung: Thiesen & Wolf, Zürich
Kosten (BKP 1–5, provisorisch): Fr. 49,5 Mio.
