Eine Schau feiert 30 Jahre wakkeres Splügen
Der Wakkerpreis hat vor 30 Jahren die Entwicklung von Splügen ausgezeichnet. Die Ausstellung «Splügen, preisgekrönt» erzählt die bewegte Geschichte.
Seit bald hundert Jahren hat der Schweizer Heimatschutz grosse Verdienste um das Bergdorf Splügen im Rheinwald. Im Zweiten Weltkrieg planten die Stromkonzerne das Tal unter Wasser zu legen mit einem grossen Stausee. Die Rheinwaldner wehrten sich, der Heimatschutz unterstützte sie dabei. Das Kraftwerk kam nicht, dafür die Nationalstrasse A 13. Die Splügnerinnen und Splügner hofften an ihre jahrhundertealte Transitgeschichte anknüpfen zu können. Aber wie andernorts im Gebirge machten die Autos vor allem Lärm und Gestank und brausten vorbei.
«Splügen preisgekrönt. Eine Ausstellung zum Wakkerpreis 1995» im Stall 13 im Oberdorf 20, Splügen. 17. August 2025 bis Sommer 2026
Vernissage: 16. August 2025 ab 17 Uhr mit einer Rede von Ludmila Seifert.
Köbi Gantenbein begleitet sie mit seinem «Walserorchester», für das er ein Libretto über Splügens Geschichte von 1274 bis 2025 geschrieben hat. Anlässlich der Vernissage der Ausstellung «Splügen, preisgekrönt» wird der «Walserwakker» mit Musik vom Rheinwald über Italien nach Kuba uraufgeführt – alles Länder, in die die Splügner im 19. Jahrhundert als Zuckerbäcker ausgewandert sind.