Kulturlandschaften kappen? Biodiversität bodigen?

Seit 1991 unterstützt der Fonds Landschaft Schweiz traditionelle Kulturlandschaften. Der Bundesrat will diesen nun streichen, ebenso Beiträge an Biodiversität und Landschaftsqualität.

Text: Maarit Ströbele
Fotos: Fonds Landschaft Schweiz
30.09.2025 09:55

1991, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 700-Jahr-Jubiläum der Schweiz, wurde der Fonds Landschaft Schweiz gegründet. Die traditionellen Kulturlandschaften der Schweiz waren nämlich an vielen Orten am Verschwinden. Da bröckelte eine Trockenmauer, dort wurden Bäume gefällt und Felder zusammengelegt. Das hatte zumeist handfeste Gründe: Kleinräumige Strukturen, die mit viel Handeinsatz zu erhalten waren, sind zu teuer und stören einen effizienten landwirtschaftlichen Betrieb. Um dem Abhilfe zu schaffen gabe es den Fonds Landschaft Schweiz. In den 34 Jahren seiner bisherigen Existenz wurden über 2500 Projekte unterstützt. Alle  Menschen in der Schweiz profitieren davon, wenn sie spazieren, die Landschaft geniessen und diese Strukturen sehen. 

Die Arbeit des Fonds Landschaft Schweiz FLS-FSP ist auf der Website dokumentiert. Dort findet sich auch ein Aufruf zur aktuellen (und hoffenltich nicht letzten!) Unterstützungsrunde für Projekte, die noch bis 6. Oktober läuft. 

Die Stiftung Landschaftsschutz SL-FP hat eine detaillierte Stellungnahme zum Entlastungspaket 2027 des Bundesrats erarbeitet.