Komplexe Planung braucht Landschaftsarchitektur
Städtisches Wassermanagement ist nicht nur Ingenieursaufgabe. Um Gestaltung, Ökologie und bauliche Effizienz zusammenzubringen, braucht es Landschaftsarchitektur, so ein Artikel in "Nature".
Ein Artikel in ‹Nature›, ist für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Non plus ultra. Umso schöner, wenn es dabei um Landschaftsarchitektur geht. Der Titel: «Urban Water Projects must consider Landscape Architecture». Ein Team des ETH Future Cities Lab um Landschaftsforscher Nicolas Salliou und ETH-Professorin Adrienne Grêt-Regamey hat einen Kommentar mit Aufforderung veröffentlicht. Die Quintessenz: Bei Projekten des städtischen Wassermanagements, also der Aufbereitung von Trinkwasser, dem Umgang mit Wassergefahren, der Regenwasserableitung und der Bewässerung des Stadtgrüns, werden zumeist nur ingenieurstechnische Aspekte betrachtet. Für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser in der Stadt braucht es aber mehr: Pflanzen, Tiere und Menschen benutzen die Räume und stellen Ansprüche an sie.
Salliou, N., Urech, P., Leitão, J.P. et al. Urban water projects must consider landscape architecture. Nat Water 3, 967–971 (2025). https://doi.org/10.1038/s44221-025-00486-9
Nicolas Salliou koordiniert von der ETH Zürich aus das Future Cities Project in Antananarivo, Madagaskar