Bümpliz mon amour
Ferien in der grössten Satellitenstadt der Schweiz – und eine Lehre in Städtebau, Design und über eine Epoche der Zuversicht. Erster Beitrag zum Jubiläum der Stiftung ‹Ferien im Baudenkmal›.
Weit unter dem Balkon kreist ein Schwarm Krähen. Der Himmel hinter den Hügeln ist rot, so wie das Sofa hinter mir. Die Tonbandrollen des Revox, Modell A77 MKII drehen sich, Nina Hagen kreischt, irgendwas mit Bahnhof Zoo. Die Krähen drehen ab, nach rechts zum Stern von Bethlehem auf einem Glockenturm. Dahinter reihen sich Hochhäuser auf, so hoch wie meins, zwei, drei, vier, fünf Stück. Mein temporäres Zuhause befindet sich im 14. Stock. Ich mache Ferien in Bümpliz.
Der Aufenthalt im Hochhaus Fellergut ermöglichte die ‹Stiftung Ferien im Baudenkmal› sowie der Besitzer der Wohnung. Der Inhalt des Beitrags liegt in der Verantwortung der Hochparterre-Redaktion.
‹Stiftung Ferien im Baudenkmal› feiert 20. Geburtstag. Die 2005 vom Schweizer Heimatschutz gegründete Stiftung ist ein Projekt an der Schnittstelle von Tourismus und Denkmalpflege. Schweizweit übernimmt die ‹Stiftung Ferien im Baudenkmal› dem Verfall ausgesetzte und vom Abriss bedrohte Baudenkmäler, restauriert sie sanft und gibt ihnen als Ferienobjekte eine sichere Zukunft. Dieses Angebot ergänzt die Stiftung mit Baudenkmälern im Eigentum Dritter und trägt durch deren Vermietung zu ihrem Erhalt bei.
