Agglomeration bespielen
Der neue Spielplatz in Aproz schafft einen Ort der Begegnung und zeigt: Bestehende Infrastrukturbauten bieten Potenzial für neue Geschichten. Das Projekt gewinnt den Hasen in Gold in Landschaftsarchitektur.
Die Sonne scheint – wie so oft im Wallis. Vom Bahnhof Sion fährt das Postauto in Richtung Südwesten nach Aproz, durch Gewerbegebiete, vorbei am Flugplatz und an einem von der Strasse aus kaum sichtbaren Naherholungsgebiet mit Campingplätzen, über eine Brücke, die die Rhone quert. Auf der anderen Flussseite folgt der Ort, dessen Name vor allem für Mineralwasser steht. Als Auftakt erscheinen linkerhand eine Garage, rechts Mehrfamilienhäuser und eine Bäckerei mit Dorfladen. Kurz darauf folgt die einzige Bushaltestelle des Ortes mit Wendeschlaufe, Wartehäuschen und Baum. Die drei Mitpassagiere aus dem Bus verschwinden bald in den kleinen Wohnstrassen. Wir befinden uns mitten in der Schweizer Suburbia.
Transformation Kläranlage, 2023
Impasse Bord’Eaux 6, Aproz VS
Bauherrschaften: Gemeinde Nendaz und Stadt Sion
Landschaftsarchitektur und Bauleitung: En-dehors, Lausanne und Sion
Bauingenieure: AMV Masserey & Voide, Sion
Auftragsart: Direktauftrag
Baukosten (BKP 1–9): Fr. 300 000.—
En-dehors
Das Atelier für Landschaftsarchitektur mit Büros in Lausanne und Sion wurde 2022 von Arnaud Michelet (40) und Romain Legros (41) gegründet. Es befasst sich mit der Gestaltung von Objekten und öffentlichen Räumen in verschiedenen Massstäben sowie mit Szenografie. En-dehors erarbeitet Analysen, Studien und Bepflanzungsstrategien und engagiert sich in der Lehre.
