Vorne Palast, hinten Stall
Der Architekt Urs Padrun hat die Chesa Planta in bündnerischen Zuoz umgebaut. Darin untergebracht sind die Stiftung der Familie von Planta und das Oberengadiner Kulturarchiv.
Das Oberengadin, das sind Häuser wie die Chesa Planta. Die wild zusammengewürfelten Fenster ihres Giebels zeugen von einer Baugeschichte, die im Mittelalter begann und um 1760 ihren Höhepunkt erreichte. Das Innenleben zeigt die Spannung zwischen herrschaftlicher Repräsentation und bäurischem Nutzen. Vorne das barocke Eingangsportal mit Freitreppe zum Dorfplatz, hinten der Stall, seine Riesenfenster in einen minimalen Zwischenraum zum Nachbarn öffnend – neu sind sie zugemauert. Über allem fasst das mächtige Dach nicht nur Palazzo- und Stallteil zusammen, sondern auch vorderes und hinteres Haus mit verschiedenen Besitzern.
Umbau Chesa Planta Suot, 2024
Plaz 3, Zuoz GR
Bauherrschaft: Stiftungsfonds der Familie von Planta, Zuoz/Kulturarchiv Oberengadin
Architektur: Urs Padrun, Guarda
Auftragsart: Studienauftrag, 2018
Gesamtkosten (BKP 1–9): Fr. 9 Mio.