Tiefe Löhne für hohe Baukultur?

Seit Januar richten sich die Planungshonorare in Zürich nach den Baukosten von 2018. Die Branche schlägt Alarm für die Baukultur. Nun muss der SIA eine Lösung verhandeln.

Text: Palle Petersen
07.08.2025 14:00

Das Honorar von Planenden bemisst sich an der Höhe der Baukosten. Das gilt als doppelt überholt: ökonomisch, weil es gegenteilige Anreize setzt, statt dazu anzuregen, im Interesse der Bauherrschaft zu sparen; ökologisch, weil es den Ressourcenverbrauch fördert. Längst ist allen Beteiligten klar, dass sich etwas grundlegend ändern muss. Doch was in Zürich passiert ist, ist inhaltlich unausgewogen, baukulturell bedenklich und zeitlich ungünstig.

Zur Einordnung angesichts einer hohen Dynamik: Hochparterre hat das Thema erstmals Ende Juni in einem Online-Beitrag aufgegriffen. Oben stehender Kommentar wurde anfangs Juli aufgrund von Stellungnahmen der Bauämter und von Gesprächen mit involvierten Architekt:innen verfasst. Seither hat auch das TEC21 das Thema aufgegriffen. Parallel dazu wurde die Value App von SIA und ETHZ vorgestellt und in der Branche kritisch diskutiert.
 

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