Perspektiven für den «Schoggiturm»
In zwölf Jahren soll das Spitalzentrum Luzern einer Freifläche Platz machen. Nun fordern eine Petition und eine Entwicklungsstudie, Umnutzungsszenarien für das Grossbauwerk zu prüfen – mit guten Argumenten.
«Ihr kommt zu spät, der Abbruch ist längst beschlossen!» – Diesen Satz, hören viele, die sich für die Umnutzung ausgedienter Spitäler einsetzen. Im Fall des Luzerner Kantonsspitals (LUKS) kann er jedoch nicht als Totschlagargument gelten. Der Zeitpunkt für die Diskussion über Abbruch oder Umnutzung des als «Schoggiturm» bekannten Spitalzentrums könnte kaum günstiger sein: In den nächsten Jahren wird das LUKS sein Areal im Norden der Luzerner Innenstadt etappenweise erneuern und weiterentwickeln. Dabei sollen der bestehende, eher rostrote als schokoladenbraune Bettenturm aus dem Jahr 1982 und die daran anschliessenden Flachbauten voraussichtlich 2035 einer Freifläche weichen. Ende Januar entscheidet das Luzerner Stadtparlament über den entsprechenden Bebauungsplan. Tritt er in Kraft, darf das LUKS den «Schoggiturm» und die Flachbauten ohne weitere Abklärungen abbrechen – ein Fehler, wie die SP Stadt Luzern und das lokale Planungsbüro OSRI finden.
Matinée zur ‹Operation Spital›
Noch bis Ende Februar sind die Büros Denkstatt, Unterdessen, Baubüro In Situ und Zirkular mit einer Netzwerkschau im Architekturforum Zürich zu Gast. Die Ausstellung widmet sich der aufkeimenden Schweizer «Um-Baukultur». Im Rahmen des Begleitprogramms lädt Hochparterres «Operation Spital» zu einem Vernetzungstreffen ein.
An der Matinée tauschen sich Akteurinnen, die sich gegen den Abbruch von Spitalbauten einsetzen oder eingesetzt haben, über ihre Erfahrungen aus und schmieden Konzepte für die Zukunft.
Architekturforum Zürich, 25. Januar 2025, 11 – 13 Uhr. Kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit!