Naturkreislauf im Eternitkleid

Die Fassade der neuen Energiezentrale von Lütjens Padmanabhan ist eine geschraubte Stahlkonstruktion. Dahinter fliesst das Regenwasser über Kaskaden in Pflanzentröge mit regional inspirierter Vegetation.

Text: Niklas Nalbach
Fotos: Philip Heckhausen
01.11.2025 08:00

In der Lorzenebene, im Irgendwo zwischen lärmigen Strassen und Spazierwegen, steht die neue Energiezentrale Unterfeld der Wasserwerke Zug. Sie ist Teil des ökologischen Wärmeverbundsystems Circulago, das über einen Kreislauf mit Zugerseewasser funktioniert. Eigentlich sollte der einzige oberirdisch sichtbare Teil dieses Systems eine identitätslose Infrastrukturkiste werden. Doch der Bezug zur Lorzenebene bewog die Stadtbildkommission und die Wasserwerke Zug zu einem Fassadenwettbewerb.

WWZ-Energiezentrale Unterfeld, 2024
Nordstrasse, Zug
Bauherrschaft: WWZ Energie, Zug
Architektur: Lütjens Padmanabhan, Zürich
Landschaftsarchitektur: Bischoff Landschaftsarchitektur, Baden
Bauingenieur: Gruner Berchtold Eichner, Zug
Fassadenbau: Diethelm, Hermetschwil-Staffeln
Metallbau: Senn, Oftringen
Bedachung: Müller Steiger, Zug
Geschossfläche: 1200 m2

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