Einordnen und herausragen: Als vertikaler Akzent markiert der Glockenturm den Eingang der Kapelle.
Einordnen und herausragen: Als vertikaler Akzent markiert der Glockenturm den Eingang der Kapelle.

Konkaver Klinker

Lorenz Architekten ersetzen mit ihrem Neubau in Kleinhünigen die Kapelle St. Christophorus aus dem Jahr 1936. Sein markanter Glockenturm setzt einen Akzent und deutet die sakrale Nutzung an.

Text: Lukas Gruntz
Fotos: Lukas Schwabenbauer
25.02.2021 14:00

Die Autos schieben sich im Schritttempo der Kleinhüningeranlage entlang. Hier, am Rande Basels, liegt neuerdings ein besonderer Klinkerbau im Blockrand. Konkav geschwungene Fassaden brechen die Häuserflucht. Ein markanter Glockenturm setzt einen Akzent und deutet die sakrale Nutzung an. Einordnen und doch herausragen: Städtebaulich erinnert die Haltung an die Basler Antoniuskirche von Karl Moser. Der Neubau von Lorenz Architekten ersetzt die bestehende Kapelle St. Christophorus aus dem Jahr 1936. Die römisch-katholische Kirche – nicht vor Geldsorgen gefeit – aktiviert so die Nutzungsreserven des Grundstücks. Neben dem Ersatz der Kapelle und des Pfarrzentrums entstanden 36 Wohnungen, davon 23 barrierefreie für ältere Menschen.
 

Neues Kirchenzentrum St. Christophorus
Kleinhüningeranlage 25–31, Basel
Bauherrschaft: Römisch-katholische Kirche Basel-Stadt
Architektur: Lorenz Architekten, Basel (Projektleitung: Martin Schröder)
Landschaftsarchitektur: Westpol, Basel
Bauleitung: B + P Baurealisation, Basel
Baumeister: Marti, Basel
Baukosten (BKP2): Fr. 17,5 Mio.