Von der Quartierstrasse aus ist der Unterschied zwischen dem alten Sockel und der neuen Fassade gut erkennbar. (Foto: Patrick Meyer)
Von der Quartierstrasse aus ist der Unterschied zwischen dem alten Sockel und der neuen Fassade gut erkennbar. (Foto: Patrick Meyer)

Ein schlichter Zeitzeuge

Können Systembauten aus der Wirtschaftswunderzeit zeitgemässen Wohnraum bieten? Mit der Sanierung eines Doppeleinfamilienhauses im aargauischen Buchs sucht der Architekt Fabio Gsell nach Antworten.

Text: Patrick Goldinger
01.12.2025 08:00

Das Erstlingswerk des Architekten Fabio Gsell aus Baden ist die unkonventionelle Ertüchtigung eines Doppeleinfamilienhauses in Buchs. Das Gebäude wurde Ende der 1960er-Jahre im Horta-Bausystem erstellt. Das rationelle und modulare Ortbetonsystem kam wenige Jahre später auch bei der Grosswohnsiedlung Telli von Marti + Kast im benachbarten Aarau zum Einsatz. Für die Auftraggeber und den Architekten war von Anfang an klar, dass die bestehende Substanz dieses Zeitzeugen erhalten bleiben sollte.

Sanierung Doppeleinfamilienhaus, 2025
Wiesenweg, Buchs AG
Bauherrschaft: privat
Auftragsart: Direktauftrag
Baujahr: 1970/2025
Architektur: Fabio Gsell Architects, Baden