Die Formen der Treppen und Podeste im Schloss Rapperswil sollen an Gletschermühlen erinnern.
Die Formen der Treppen und Podeste im Schloss Rapperswil sollen an Gletschermühlen erinnern.

Durch Spalten und Mühlen

Park Architekten haben das Schloss Rapperswil umgebaut. Die neuen Einbauten erzählen die Geschichte des Linthgletschers, der nach der letzten Eiszeit den Schlossfels zurückliess.

Text: Axel Simon
Fotos: Valentin Jeck
02.08.2025 08:00

Hübsch mittelalterlich thront das Schloss Rapperswil auf einem felsigen Sporn im Zürichsee. Das Gemäuer mit den vielen Türmen ist im Besitz der Stadt. Das geschichtsträchtige Polenmuseum musste vor drei Jahren ausziehen. Unter der hölzernen Decke des Grossen Rittersaals finden Konzerte statt, in seinem kleinen Pendant Trauungen. Eine neue Ausstellung führt durch Wehrgang, Pulverturm und Gügelerturm und will die Geschichte des Schlosses spielerisch erlebbar machen. Inhaltlich etwas dünn, lohnt sich ein Besuch weniger wegen dieser Ausstellung als vielmehr wegen eines einzigen Raums.

Umbau Schloss Rapperswil, 2024
Bauherrschaft: Ortsgemeinde Rapperswil-Jona SG
Architektur: PARK ARCH, Zürich
Architekturgeschichte: Philip Ursprung, Zürich
Baumanagement: JACO Jaeger Coneco, Zürich
Freiraum: Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich
Tragwerk: Ulaga Weiss, Basel
Gebäudekosten (BKP 1–9): Fr. 17,64 Mio.