Architektur des Miteinanders an der Biennale

Diesen Donnerstag öffnet der Schweizer Pavillon an der Architekturbiennale Venedig seine Türen. Er würdigt die Architektin Lisbeth Sachs und weist Wege zu einem inklusiven Architekturverständnis.

Text: Marcel Bächtiger
Fotos: Riccardo Banfi
05.05.2025 16:00

Im April, kurz vor der Eröffnung der 19. Architekturbiennale in Venedig, besuche ich die Baustelle auf dem Gelände des Schweizer Pavillons. Baustelle ist der passende Ausdruck, denn der Schweizer Biennale-Beitrag will dieses Jahr ein räumliches Erlebnis sein: Radial in den Raum ausgreifende Wände unter kreisrunden Zeltdächern schreiben den orthogonalen Räumen des Pavillons eine zweite Ordnung ein, dazwischen bewegen sich Textilien im Wind. Ausgehend von drei Kreismittelpunkten, breiten sich die freistehenden Wände nach aussen aus, suchen die Weite und die Landschaft. Wo sie auf die Mauern des Pavillons treffen, scheinen sie diese regelrecht zu durchdringen. Einzelne Wände wagen sich bis in die Pappelallee der Giardini vor; wie räumliche Wegweiser lenken sie das Publikum ins Innere.

Impressionen von der Baustelle im April: Wände weisen neue Wege.

Vertikale und horizontale Orientierung treten in einen Dialog.

19. Internationale Architekturausstellung

La Biennale di Venezia findet vom 10. Mai bis 23. November 2025 statt, das Pre-Opening am 8. und 9. Mai 2025.

Der Schweizer Pavillon zeigt im Mandat der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia die Ausstellung ‹Endgültige Form wird von der Architektin am Bau bestimmt›, kuratiert von Elena Chiavi, Kathrin Füglister, Amy Perkins, Axelle Stiefel und Myriam Uzor. Die offizielle Eröffnung findet am Donnerstag, 8. Mai 2025 um 14:00 Uhr statt. 

Pünktlich zur Eröffnung der Biennale erscheint Rahel Hartmann Schweizers umfassende Monografie zu Lisbeth Sachs in englischer Übersetzung: ‹Lisbeth Sachs: Animate Architecture› (gta-Verlag).

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