Überformung oder Addition?
Das Bündner Naturmuseum ist ein Spätwerk Bruno Giacomettis und soll erweitert werden. Der Wettbewerb ist entschieden. Das erstplatzierte Projekt setzt auf skulpturale Überformung.
Im Jahr 2018 gab das Hochbauamt Graubünden beim Architekturhistoriker Leza Dosch ein Gutachten in Auftrag. Dieses attestiert dem Naturmuseum nationale Bedeutung. Auf kantonaler Ebene ist das 1981 eingeweihte Museum von Bruno Giacometti zurzeit jedoch nicht unter Schutz gestellt. Es gilt als regional bedeutend (B-Objekt gemäss Kulturgüterinventar), was bei Planungen angemessen zu berücksichtigen sei. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie im Rahmen einer umfangreichen Erweiterung, wie sie der selektive Projektwettbewerb fordert, mit dieser architekturhistorischen Einordnung umgegangen werden soll.
Instandsetzung und Erweiterung Bündner Naturmuseum, Chur
Veranstalter: Kanton Graubünden
Verfahren: Projektwettbewerb im selektiven Verfahren für Generalplanungsteams
Teilnehmende Teams: 8
Fachjury: Andreas Kohne, Elisabeth Boesch, Andy Senn, Andreas Bründler, Lisa Mäder, Christoph Rothenhöfer
1. Rang: Noun und SERA – Studio Esch Rickenbacher Architektur, Zürich
2. Rang: Christ & Gantenbein, Basel
3. Rang: Vécsey*Schmidt Architekt*innen, Basel
4. Rang: Kuehn Malvezzi Associates, Berlin