Räumlich reichhaltig
Reflexartig würde man meinen, eine nachhaltige Schule sei eine grosse, kompakte Kiste. Das Siegerprojekt für ein innovativ-nachhaltiges Schulhaus am Walkeweg in Basel macht das Gegenteil.
Der Anforderungskatalog des Wettbewerbsprogramms liest sich wie die Hitliste gegenwärtiger Politthemen: Ein sozialräumlicher Beitrag für das neu entstehende Quartier soll das neue Schulhaus ebenso sein wie ein Ort zur Schärfung des Bewusstseins für natürliche Ressourcen und Energie. Ein innovativer Umgang mit Re-Use ist gefragt, die Minimierung des CO2-Fussabdruckes wird vorausgesetzt. Auch Pflanzen und Insekten sollen im Namen der Biodiversität am Walkeweg ein neues Zuhause finden. Erschwerend hinzu kommt eine innerstädtisch anmutende Dichte aufgrund eines umfangreichen Raumprogramms, welches gar um einen Klassenzug erweiterbar sein soll. Hinter den komplexen Fragestellungen verbirgt sich mit dem Hochbauamt von Basel-Stadt eine ambitionierte Auftraggeberschaft. Um eine qualifizierte und inhaltlich fundierte Beurteilung zu ermöglichen, hat sie verschiedene Anspruchsgruppen in die Jurierung eingebunden und das Beurteilungsgremium transdisziplinär abgestützt (siehe Interview mit Kantonsbaumeister Beat Aeberhard)
Neubau Primarschule Walkeweg, BAsel
Studienauftrag mit Präqualifikation durch offenen Ideenwettbewerb
Veranstalter: Kanton Basel-Stadt
Fachjury: Beat Aeberhard ( Vorsitz ), Anne Kaestle, Claudio Meletta, Daniel Baur, Jörg Lamster, Matthias Schuler, Sabine Schärer
– 1. Rang: ARGE Manz Thüler Farquet, Basel / Zürich
Weitere Teilnehmer:
– LYRA / Lara Yves Reinacher Architekten, Zürich
– Nissen & Wentzlaff Architekten, Basel
– Nord Architekten, Basel
– rdmr architects BNA, Amersfoort ( Niederlande )
– Studio 511, Zürich