Produktive Krise
Materialkreislauf, CO2-Bilanz und Energie prägen die gestalterischen Ideen des erstrangierten Projekts für die Erweiterung der Berufsschule in Bülach.
Die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit ist längst kein Nebenschauplatz mehr, sie ist heute der Kern des Architekturdiskurses. Sie verschiebt die Kriterien, nach denen wir Architektur beurteilen, und hat Einfluss darauf, wie wir entwerfen. Der offene Wettbewerb für die Berufsschule Bülach ist ein anschauliches Beispiel für diese Entwicklung. Die Aufgabe bestand darin, das denkmalgeschützte Schulhaus von Claude Paillard und Peter Leemann – ein bedeutendes Beispiel der Hightecharchitektur der 1980er-Jahre – mit einem Bau zu erweitern, um den wachsenden Raumbedarf zu decken und Provisorien zu ersetzen. Der Kanton Zürich suchte ein innovatives, nachhaltiges und wirtschaftliches Projekt mit Vorbildcharakter.
Erweiterungsbau Berufsschule Bülach
Veranstalterin: Hochbauamt Kanton Zürich
Verfahren: Projektwettbewerb im offenen Verfahren für Generalplanungsteams (Architektur, Baumanagement, Landschaftsarchitektur, Bauingenieurwesen, Gebäudetechnik)
Teilnehmende Teams: 43 (67 Anmeldungen)
Fachjury: Adriano Tettamanti (Vorsitz), Marianne Baumgartner, Claudio Meletta, Urša Habič, Marcel Baumgartner (Ersatz)
1. Rang
nuar, Zürich
2. Rang
Bob Gysin Partner, Zürich
3. Rang
Stadler Zlokapa, Basel
4. Rang
KBZ Kollektivbüro, Zürich
5. Rang
Theo Hotz Partner, Zürich
6. Rang
Gigon Guyer Partner Architekten, Zürich