Pingpong im ‹Kämmerli›

Bislimi Engel entwickeln Architektur aus dem Dialog – offen, präzise und ohne starre Rezepte. In Olten haben sie sich gegen 57 Teams durchgesetzt.

Text: Ekin Özdil
Fotos: Saskja Rosset
09.06.2025 13:04

Der Anruf kam an einem Dienstag, 17 Uhr. Zweimal musste die Stimme es bestätigen. Roy wurde hibbelig, Alban legte auf. Papillon hat gewonnen. «Ja, das war wirklich ein schöner Moment.» Wir sind bei Bislimi Engel Architekten in ihrem «Kämmerli», wie sie es nennen. Es ist ein kleiner Raum im ehemaligen Gebäude der Stadtpolizei Zürich, eine Zwischennutzung der Firma Projekt Interim. Wie lange sie hier bleiben können, ist ungewiss. Doch wie bei vielem, sind sie auch hier offen und unvoreingenommen. Hier gingen sie den Schritt in die Selbstständigkeit – mit einer ersten Anfrage für den Umbau eines Einfamilienhauses in Böttstein. Das Projekt kam zwar nicht zustande, doch die Entscheidung für die Zusammenarbeit war gefallen. Nicht als lautstarke Netzwerker unterwegs, fanden sie dennoch über Umwege verschiedene Aufträge, die das Büro über Wasser hielten. Die ersten Jahre waren hart, ein Kampf. Aber ihre Hauptspur war immer klar: der Wettbewerb.

Neubau Kindergarten Bannfeld, Olten
Veranstalterin: Stadt Olten
Verfahren: Projektwettbewerb im offenen Verfahren für Generalplanungsteams aus Architektur und Landschaftsarchitektur
Teilnehmende Teams:  58
Fachjury: Peggy Liechti, Ursa Habic, Rolf Meier, Daniela Minikus, Kuno Schumacher (Ersatz)
1. Rang: Bislimi Engel Architekten, Zürich
2. Rang: Architekturkollektiv filiale und kooperativ hb, Luzern und Kriens
3. Rang: Studio Candelieri und Oscar Sauseng, Winterthur
4. Rang: werk1 architekten und planer, Olten WaselWolf Architekten, Basel Fachjury: Peggy 5. Rang: Manetsch Meyer Architekten, Zürich
6. Rang: Jacob Höppner, Zürich
7. Rang: santini santoni, Zürich
8. Rang: Atelier Frozza und julian meier architektur, Zürich