Nicht einfach machen
Das Studio DIA gewinnt den Wettbewerb für den Umbau der Schweizer Botschaft in London. Es löst die innere Organisation perfekt und erhält möglichst viel. Besuch bei einem Büro, das gerne in die Tiefe geht.
Erst wenige Minuten sitzen wir zusammen am Sitzungstisch, schon reden die Partnerin und die drei Partner des Studio DIA über ihr Verständnis von Architektur. Wir sind mittendrin, und es geht zum nächsten Thema, zum Paradigmenwechsel im Schweizer Wohnungsbau, der sich von ausgetüftelten Grundrissen zu rohen, offeneren Strukturen verändere. Katrin Gurtner, Wulf Böer, Martin Dubach und Felix Krüttli kommen schnell zur Essenz und sprechen weiter über städtische Lebenswelten, Gemeinschaft und komplexe Planungsprozesse – und vor allem über ihr wichtigstes Entwurfsgebiet, das sie die letzten drei Jahre beschäftigte: die Schnittstelle zwischen Städtebau und Architektur, die sie gerne hinterfragen. Denn hier an der Grenze zwischen Stadt und Haus hat sich das Team die ersten Lorbeeren geholt.
Restrukturierung Schweizer Botschaft, London
Projektwettbewerb im offenen Verfahren für Generalplanerteams
Aufgabe: Gesamtsanierung des teils denkmalgeschützten Botschaftsbaus von 1971 im Stadtteil Marylebone
Raumprogramm: Kanzlei, Räume für Schweiz Tourismus, halb öffentliche Innenräume, die eine Mehrfachnutzung erlauben, einen Pool an repräsentativen Räumlichkeiten und Dienstwohnungen
Nutzfläche: 2854 m2
Veranstalter: Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL), Bern
Teilnehmer: 42
Fachjury: Jodok Brunner (Vorsitz), Jonathan Sergison, An Fonteyne, Thomas Padmanabhan (Ersatz)
Sachjury: Tania Cavassini, Sophie Romanens (Ersatz), Elke Maier, Rahel Hänggi (Ersatz)
Wettbewerbsbegleitung: Josiane Imhof, BBL, Bern; Gianni Chini, Jan Klingler, Atelier 5 Architekten und Planer, Bern
Jurierung: Juni 2022
– 1. Rang: Studio DIA, Bern/Zürich
– 2. Rang: Conen Sigl Architekten, Zürich
– 3. Rang: Lovis Architekt*innen, Zürich
– 4. Rang: William Matthews Associates, London
– 5. Rang: DF_DC, Paradiso/London
– 6. Rang: LVPH, Fribourg
– 7. Rang: TEN, Zürich
– 8. Rang: Studio Hammer, Basel
– 9. Rang: Tony Fretton Architects, London
– 10. Rang: Schulz und Schulz Architekten, Leipzig
Studio DIA, Bern/Zürich
Katrin Gurtner, MSc Architektin ETH (1984)
Wulf Böer, Dr. sc. ETH dipl. Architekt (1984)
Martin Dubach, dipl. Architekt ETH (1981)
Felix Krüttli, dipl.-Ing. Univ. Architekt (1979)
Angestellte: 8
Gründung GmbH: 2020
studiodia.ch
