Ausgewähltes Projekt von BHSF Architektur und Städtebau
Ausgewähltes Projekt von BHSF Architektur und Städtebau

Leiden an der Postmoderne

Die Älteren unter uns wissen, was 1989 bedeutet: schlimme Musik, schlimme Kleidung und schlimme Architektur, die man heute wieder gut findet.

Text: Martin Klopfenstein
Fotos: BHSF Architektur und Städtebau (Visualisierung)
02.06.2025 10:34

1989: Ganz im Stil jener Zeit liess sich auch der Schweizerische Skiverband (heute: Swiss-Ski) im kultivierten und steuergünstigen Muri bei Bern ein Bürohaus bauen, ganz in Weiss, wie es sich für Schneesportaffine gehört. Es zeigt typische Gestaltungsattribute jener Zeit und wollte durchaus repräsentieren: segmentbogenförmige Erker, Fassaden mit angedeuteter Kolossalordnung, achsensymmetrischer Grundriss – die Haupterschliessungstreppe ist sogar verdoppelt – und geometrisches Dekorationswerk, am auffälligsten am Dachrand. Dort deutet es, mit etwas Fantasie gelesen, gar eine Art Krone an. So viel Repräsentanz durfte damals wieder sein. 

Umnutzung Dienstleistungsgebäude, Muri bei Bern
Veranstalterin: Pubal Real Estate, Muri bei Bern
Verfahren: Studienauftrag auf Einladung mit Folgeauftrag
Teilnehmende Teams: 5
Fachjury: Barbara Holzer, Robert Braissant, Sandro Balliana, Daniel Baur (Ersatz)
Empfehlung zur Weiterbearbeitung
BHSF Architektur und Städtebau, Zürich
Engere Wahl
Bellorini Architekt·innen, Bern
2. Rundgang
EMI Architekt*innen, Zürich
1. Rundgang
Fritschi Beis Architektur, Bern
W2H Architekten, Bern

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