Mehr Partizipation!
Das Neue Luzerner Theater ist an der Urne gescheitert. Urs Steiger und Dieter Geissbühler ziehen Lehren aus dem Debakel. Sie fordern mehr Partizipation und eine bessere Kommunikation im Architekturwettbewerb.
Das Projekt für das Neue Luzerner Theater ist im Februar an der Urne grandios gescheitert. Verschiedenste Gründe haben zu diesem Ergebnis geführt. Der Luzerner Stadtrat will ihnen mit einer Umfrage auf die Spur kommen. Eines ist aber bereits heute klar: Das von einer hochkarätigen Jury ausgewählte Projekt überzeugte die Bevölkerung nicht. Da nützte auch die Überarbeitung wenig, die ohnehin nur Fachleute wahrgenommen haben. Angesichts des verheerenden Abstimmungsergebnisses und der damit verbundenen gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Implikationen muss sich auch die Architekturszene vertieft mit dem Prozess befassen, besonders mit der Rolle und der Art von Architekturwettbewerben. Der Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee hat von Beginn weg auf zwei zentrale Aspekte für den Erfolg eines solchen Planungsprozesses hingewiesen und sie auch eingefordert: die Partizipation und die Kommunikation.
* Urs Steiger, Präsident des Landschaftsschutzverbands Vierwaldstättersee, und Dieter Geissbühler, Leiter Gruppe Architektur und Landschaft des Landschaftsschutzverbands Vierwaldstättersee
Projektwettbewerb für das Neue Luzerner Theater wurde in Hochparterre Wettbewerbe 1/2023 veröffentlicht.