Gläserne Krone und entblösste Struktur
Die Militärkaserne in Zürich soll zum Bildungszentrum werden. Aber wie kann eine Trutzburg des Historismus einer zivilen Nutzung zugeführt werden, ohne den architektonischen Charakter zu verlieren?
Ein neues Wohnquartier, ein Freistaat nach dem Vorbild von Christiania in Kopenhagen oder alles plattmachen und einen Zürcher Central Park anlegen: Dies sind einige der zahlreichen Ideen, die um 2012 kursierten, als bekannt wurde, dass durch den Wegzug der kantonalen Ordnungshüter in das neue Polizei- und Justizzentrum (PJZ) auf dem ehemaligen Güterbahnhofareal das gesamte Kasernenareal frei wird. Die Kasernenanlage – ein zentral gelegenes Stadtstück zwischen Hauptbahnhof, Bahnhofstrasse, Europaallee und Langstrasse – hat eine lange Planungsgeschichte und wurde immer wieder zur Projektionsfläche unterschiedlicher Visionen.
Kasernenareal, Gesamtinstandsetzung und Umnutzung der Militärkaserne, Zürich
Projektwettbewerb im selektiven Verfahren für Generalplanerteams
Auslober: Baudirektion Kanton Zürich, vertreten durch das Hochbauamt (HBA)
Wettbewerbsbegleitung: Planar AG für Raumentwicklung, Zürich
Fachjury: Patrick Wetter, Bernhard Aebi, Andreas Galli, Pascal Hunkeler, Roger Strub, Daniela Zimmer (Ersatz)
– 1. Rang (Ankauf): spillmann echsle architekten, Zürich
– 2. Rang: Co. Architekten und GWJ Architektur, Bern
– 3. Rang (Ankauf): Caruso St John Architects und Jaeger Baumanagement, Zürich
– 4. Rang: neff neumann architekten und BUR Architekten , Zürich
– 5. Rang: Müller Sigrist Architekten, Zürich
– 6. Rang: Anaïs Architektur und Meletta Strebel Architekten, Zürich
Weitere Teilnehmer:
– Zach + Zünd Architekten, Zürich
– E2A Piet Eckert und Wim Eckert Architekten, Zürich
– Boltshauser Architekten und Aita Flury, Zürich
– jessenvollenweider architektur und architekturbüro bosshard und partner, Basel
– Atelier Prati Zwartbol, Zürich
– Focketyn del Rio Studio und Scheibler & Villard, Basel
– phalt Architekten und Winnewisser Baumanagement, Zürich
– Ernst Niklaus Fausch Partner, Zürich