Siegreiches Projekt am Aeschenplatz in Basel
Siegreiches Projekt am Aeschenplatz in Basel

Aufwand am Limit

Wie viel darf ein Architekturbüro ein Wettbewerb kosten? In zwei Basler Dialogverfahren waren die Aufwände hoch. Einzelne Büros haben ihre Stunden offengelegt. Eine Suche nach den kostentreibenden Faktoren.

Text: Christina Leibundgut
Fotos: Architekturbüros und studio blomen
08.03.2024 14:06

In Basel stehen bei zwei grossen Stadtbausteinen mit Bestandsbauten aus den 1980er-Jahren Veränderungen an. Für die komplexen Aufgaben setzten die Ausloberinnen am Aeschenplatz 6 und am Nauentor auf Studienaufträge im Dialogverfahren. Die Aufwände der teilnehmenden Büros überstiegen die hohen Entschädigungen bei Weitem. Auch renommierte Büros sprechen von einer extremen Belastung. Die immer aufwendigere Akquise ist für sie heute nicht mehr quer finanzierbar und geht ans Eingemachte. Während der Recherche für diesen Text waren sich alle Gesprächspartner*innen einig, dass der Schweizer Architekturwettbewerb ein Erfolgsmodell sei und durch die aktuellen Entwicklungen mit exorbitanten Aufwänden nicht gefährdet werden dürfe. Vermehrt war darum zu hören: «Rettet den Wettbewerb!»