Alles wird gut
Vier parallel durchgeführte Wettbewerbe beschäftigten sich mit der Zukunft des besetzten Koch-Areals in Zürich. Heute präsentierte die Stadt die Siegerprojekte.
Das Koch-Areal ist das grösste besetzte Stadtstück in Zürich und besitzt damit einen gewissen Symbolwert in den Auseinandersetzungen um städtischen Wohn- und Lebensraum. Lärmklagen wegen Partys trieben in den vergangenen Jahren seltsame Blüten, ein bizarrer Lokalskandal spriesste, weil die Söhne des einen Stadtrats gerüchteweise zu den Besetzern gehörten und die Kinder eines andern Stadtrats ab und zu die besagten Partys besuchten. Eine Initiative der städtischen FDF verlangte schliesslich den Verkauf der stadteigenen Liegenschaft an einen privaten Bieter, verlor aber an der Urne klar gegen die städtische Vorlage, welche die Landabgabe im Baurecht an eine Trägerschaft aus Baugenossenschaften vorsah – und damit auch einen möglichst harmonischen Übergang von Besetzung zu regulärer Bewohnung. Den Zuschlag für die Überbauung bekam 2017 eine gemeinsame Bewerbung der Allgemeinen Baugenossenschaft Zürich (ABZ), der Bau- und Wohngenossenschaft Kraftwerk 1 und der Immobilienentwicklerin Senn Resources.
Neubauten und Quartierpark Koch-Areal, Zürich-Albisrieden/Altstetten
Vier Wettbewerbe im selektiven Verfahren
Auslober: Amt für Hochbauten Zürich im Auftrag der drei Bauträgerinnen Senn Resources, Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ), Bau- und Wohngenossenschaft Kraftwerk1 sowie von Grün Stadt Zürich (GSZ)
Baufeld A, Gewerbe (Senn):
– 1. Rang: Käferstein & Meister, Zürich, und Murat Ekinci Architekten, Zürich, mit KOLB Landschaftsarchitektur, Zürich
– 2. Rang: EM2N, Zürich, mit Balliana Schubert Landschaftsarchitekten, Zürich
– 3. Rang: Karamuk Kuo Architekten, Zürich, mit atelier tp – tijssen preller landschaftsarchitekten, Rapperswil
– 4. Rang: jessenvollenweider architektur, Basel, mit Stauffer Rösch, Basel
Baufeld B, Hochhaus mit Wohnen und Gewerbe (ABZ):
– 1. Rang: Enzmann Fischer Partner, Zürich, mit Skala Landschaft Stadt Raum, Zürich
– 2. Rang: Michael Meier und Marius Hug Architekten, Zürich, mit Schmid Landschaftsarchitekten, Zürich
– 3. Rang: Gmür & Geschwentner Architekten + Stadtplaner, Zürich, mit Nipkow Landschaftsarchitekten, Zürich
– 4. Rang: Müller Sigrist Architekten, Zürich, mit Westpol Landschaftsarchitektur, Basel
– 5. Rang: Clou Architekten, Zürich, mit Tremp Landschaftsarchitekten, Zürich
Baufeld C, Wohnen und Gewerbe (Kraftwerk1):
– 1. Rang: Studio Trachsler Hoffmann, Zürich, mit Atelier Loidl, Berlin (D)
– 2. Rang: toblergmür Architekten, Zürich, und Stücheli Pestalozzi Schiratzki Architekten, Zürich, mit Ganz Landschaftsarchitekten, Zürich
– 3. Rang: Futurafrosch Architektur und Raumentwicklung, Zürich, und Marcel Baumgartner Architekten, Zürich, mit Alexander Schmid Landschaftsarchitektur und Urbscheit Landschaftsarchitektur, Zürich
– 4. Rang: pool Architekten, Zürich, mit Krebs und Herde, Winterthur
Quartierpark (Grün Stadt Zürich):
– 1. Rang: Krebs und Herde, Landschaftsarchitekten, Winterthur, mit PARK Architekten, Zürich
– 2. Rang: Schmid Landschaftsarchitekten, Zürich, mit Loeliger Strub Architektur, Zürich
– 3. Rang: DUO Architectes Paysagistes / Landschaftsarchitekten, Lausanne, mit akkurat bauatelier, Thun
– 4. Rang: Raymond Vogel Landschaften, Zürich
– 5. Rang: Chaves Biedermann, Frauenfeld und Batlle i Roig, Barcelona (ES), mit Müller Architekturbüro, Frauenfeld
Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge von Dienstag, 14. Mai bis Sonntag, 26. Mai 2019, Ausstellungsraum Werd, Amt für Hochbauten, Morgartenstrasse 40, 8004 Zürich
