Hochparterre Wandern

Die Coaz-Hütte des Architekten Jakob Eschenmoser Fotos: Beat Bühler

Jakob Eschenmoser und die Alpen – zweitägige Wanderung zur Coaz-Hütte

4. und 5. Juli 2020: Alpinwanderung zu einer SAC-Hütte und dabei die Faszination für Berge des Architekten Jakob Eschenmoser erleben

Wie eine «Eschenmoser-Hütte» aussieht, weiss wohl jede Alpinistinin und jeder Berggänger in den Schweizer Alpen. In der Tat hat der 1908 in St. Gallen geborene Architekt Jakob Eschenmoser mit seinen dreizehn eigenwilligen Bauten den SAC-Clubhüttenbau der 1950er- bis 1980er Jahre geprägt wie keine zweite Person. Angefangen hatte alles 1957 mit dem Neubau der Domhütte, bei dem Eschenmoser erklärtermassen «einmal ganz vom Konventionellen Konzept abgehen» wollte.

Typische Innenform einer Eschenmoserhütte, hier in der Coaz-Hütte

Deren kristalline, aus praktischen, landschaftlichen und psychologischen Überlegungen abgeleitete Gestalt wurde auch für die folgenden «Eschenmoser-Hütten» zum wesentlichen Merkmal – so auch für die Chamanna Coaz, die er 1964 für die Sektion Rätia des SAC planen und bauen durfte. Die Hütte war , wie viele andere seiner Hüttenbauten, ein Ersatz einer älteren Hütte, die nach dem Ersten Weltkrieg in Erinnerung an den Forstingenieur und Gebirgstopographen Johann Wilhelm Fortunat Coaz etwas weiter vorne im Tal errichtet und nach dem Zweiten Weltkrieg vergrössert worden war. Im Jahr 1982 durfte Eschenmoser mit einem Anbau an die Coaz-Hütte beweisen, dass seine oft als «nicht erweiterbar» kritisierte Hüttenarchitektur sehr wohl an sich verändernde Bedürfnisse angepasst werden konnte.

Wir treffen uns an der Talstation der Corvatsch-Bahn und fahren zusammen zur Mittelstation. Von dort folgen wir einem gemütlichen, alpinen Höhenweg. An mehreren Station lernen wir Werk und Wirken Jakob Eschenmosers kennen. Wir übernachten in einer seiner Hütten auf 2611 Metern Höhe mit einer Aussicht auf Gletscher und Gletschersee. Am Sonntag führt uns die Bergtour über die eindrückliche Fuorcla Fex-Roseg nach Sils Maria, sofern es die Verhältnisse zulassen. Ansonsten steigen wir über das Val Roseg nach Pontresina ab.

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(Freie Plätze: 8)

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