Stefan Wülser gewinnt die Wilde Karte 2020

Stefan Wülser gewinnt die Wilde Karte 2020

Der Zürcher Architekt überzeugte gestern Abend im ZAZ in Zürich die Jury am meisten. Er ist als Nachwuchstalent gesetzt für einen Wohnbau-Wettbewerb von Utorem in Zollikon. Wir gratulieren!

Rund 60 Personen sind gestern Abend ins Zentrum Architektur Zürich gekommen und liessen sich trotz Maskenpflicht die Freude und Neugierde auf die jungen Wilden nicht nehmen. Gespannt hörten sie den vier Architekturbüros zu, die dieses Jahr um die Wilde Karte wetteiferten, den Förderpreis für junge Architekten von Hochparterre und ZZ Wancor. Erst präsentierten sich die Büros, dann stellte ihnen die Jury heitere bis kritische Fragen. Wister Architekten aus St. Gallen berichteten von den inneren Werten, die die Baukultur ausmachen – erklärt an einem Gipfeli. Die Gründer des Zürcher Büros Mentha Walther erzählten, wie sie an Stimmungen feilen, während im Hintergrund ein Bilderreigen lief. Joud Vergely Beaudoin aus Lausanne führten die Zuhörerinnen mit einem Video durch ihr Büro und ihre Arbeit.

Am Ende des Abends machte Stefan Wülser das Rennen. Mit einer reflektierten Präsentation überzeugte der Zürcher Architekt die Jury. Sie vermittelte seine Neugierde für eine ergebnisoffene Architektur, für das Experiment, für zeitgenössische Antworten auf die drängenden Fragen unserer Gesellschaft. Eben diese sucht die Investorin Utorem, die in der Kernzone in Zollikon einen Wohnungsbau plant. Stefan Wülser ist beim Wettbewerb dafür als Nachwuchstalent gesetzt. Leer aus gingen gestern Abend aber auch die anderen nicht. Jedes Büro erhielt eine Flasche Turicum-Gin, um auf die Teilnahme anzustossen. Die Gäste stärkten sich mit kühlem Bier und veganen Hotdogs, die Frau Hund auf dem Vorplatz des ZAZs reichte. Bis spätabends diskutierten sie noch über die junge Schweizer Baukultur, den Bogen spannend von West bis Ost.

Wilde Karte 2020
– Nominierte Architekturbüros: Joud Vergely Beaudoin, Lausanne; Mentha Walther, Zürich; Stefan Wülser, Zürich; Wister, St.Gallen
– Jury: Ron Edelaar (EMI Architekten), Andres Herzog (Hochparterre), Niels Lehmann (Utorem), Katrin Schubiger (10:8 Architekten, ZAZ-Vorstand)
– Moderation: Palle Petersen (Hochparterre)

Mit freundlicher Unterstützung von ZZ Wancor.

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