Charlotte Perriand auf ihrer von Thonet produzierten Chaise longue, 1930. (Bilder: Adagp, Paris 2019 / AChP)

«Ich definiere mich nicht»

Die Pariser Fondation Louis Vuitton überlässt der Designerin Charlotte Perriand für eine umfangreiche Retrospektive ihr ganzes Gebäude. Die «NZZ» berichtet und interviewt Mitkurator Arthur Rüegg.

«Es ist das erste Mal überhaupt, dass die private Stiftung dem Werk einer einzigen Person alle vier Etagen ihres riesigen Baus überlässt», schreibt die «NZZ» über die Retrospektive in der Fondation Louis Vuitton. Diese Grosszügigkeit mache es möglich, die Vielfalt von Perriands Schaffen nicht nur zu betrachten, sondern auch zu erleben. «Und dabei nachzuvollziehen, was diese Frau angetrieben hat, deren Werk sich über siebzig Jahre des 20. Jahrhunderts erstreckt.» Als Designerin und Innenarchitektin werde sie gemeinhin bezeichnet. In der Ausstellung lerne man sie aber genauso als Fotografin, Aktivistin, Kunstdirektorin und Architektin kennen. «Ich definiere mich nicht, das wäre eine Einschränkung», zitiert die «NZZ» Perriand. Der Zürcher Architekt Arthur Rüegg, Teil des Kuratorenteams, erklärt im Interview: «Über das Verhältnis von Möbel und Raum machen die gezeigten Interieurs die Entwicklung der Entwerferin sinnlich erfahrbar.»

Weitere Meldungen:

– Nach abgeschlossener Sanierung erstrahlt der westliche Museumsflügel des Zürcher Landesmuseums wieder in ursprünglichem Glanz. «Tages-Anzeiger» und «NZZ» berichten.

– «Die ‹Villa Durchzug› am Bohl rostet»: Für die Sanierung der Calatrava-Halle reserviert die Stadt St.Gallen eine Million Franken. Das «St.Galler Tagblatt» berichtet.

– «Das Gewerbe gehört in die Stadt»: Vertreter des Basler Gewerbeverbandes erachten es als unverständlich, «mit welcher Nonchalance die Regierung die Abwanderung diverser Unternehmen zur Kenntnis nimmt». Ein Beitrag in der «Basler Zeitung».

– Die Stadt Bern versucht mit ihrer Zwischennutzungspolitik aktiv Leerstand zu verhindern. «Das Besetzerphänomen droht damit in die umliegenden Gemeinden verschoben zu werden», schreibt der «Bund».

– Der Schweizer Szenograf François Confino wird die Ausstellung im geplanten ‹Musée fort de Chillon› am Genfersee gestalten. «24heures» berichtet.

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